Mittwoch, 28. Januar 2009

Nicht ganz wie im Film...

Mensch schon wieder 2 Wochen nichts geschrieben... aber es ist auch gar nicht so viel spannendes passiert!

Am Samstag habe ich mich das erste mal, seit ich hier bin, freiwillig und allein zum Cluster Meeting begeben. Wir haben uns alle am Frog Pond im Boston Common zum Schlittschuhlaufen getroffen. Raquel aus Brasilien und Matias aus Argentinien sind die anderen 2 Au Pairs hier in Massachusetts von meiner Agentur. Ich habe mich total gefreut um auch endlich mal wieder meine Weihnachtsgeschenke benutzen zu können. Da Matias und Raquel ja auch nicht gerade aus den kältesten Ländern kommen, haben die beiden mit dem ganzen Schnee und dem Eislaufen nicht so viel am Hut. Aber trotzdem hat sich jeder aufs Eis gewagt und auch keiner hat sich ernsthaft verletzt oder ist schlimm gefallen. Und so ganz nebenbei erfahre ich das Lina, ein chinesisches AuPair , jetzt auf Hawaii ist und quasi auf der Zielgeraden aufgehört hat ( sie wäre im Mai mit ihrem 2. Jahr fertig gewesen). Natürlich wollte ich, neugierig wie ich bin wollte ich natürlich schon wissen, wie es dazu kam und was ich dann erfahren habe war schon ganz schön schockierend. Lina war seit letztem Frühjahr verheiratet ( schnell in Las Vegas, natürlich wie sich das gehört), davon hat aber niemand etwas gewusst und nach mehreren Diskussionen mit ihrer Familie ist Lina dann ins Rematch gekommen aber anstatt nach einer neuen Familie zu suchen ist sie mit ihrem neuen! Freund nach Hawaii geflogen. Die ganzen  Details von wegen Heirat kamen erst hinterher raus. Jetzt befindet sie sich illegal in den USA und wird in große Schwierigkeiten kommen sobald sie irgendwo ihren Pass zeigen muss. Ums mal deutsch zu sagen... man muss schon ganz schön bescheuert sein um das hinzubekommen!





Weil mein Zug erst um acht gefahren ist hatte ich nach dem ganzen offiziellen Spaß mit Joy noch ein bisschen Zeit. Raquel hat mich dann einfach mitgenommen als sie sich mit ihren Freundinnen getroffen hat. Und siehe da, mitten in Boston lerne ich Tina aus Dresden kennen. Die Welt ist eben doch ganz klein. Also sind dann 2 Deutsche und 6 Brasilianerinnen noch ein bisschen durch Boston spaziert. Raquel und ich haben dann auch noch festgestellt das wir die Vorliebe für unsere super-Cluster-Meetings definitiv teilen.
Naja mal sehen wie lang Joy ihren Plan, die Meetings jeden dritten Sonntag im Monat zu veranstalten, durchzieht.

Auch der Briefkasten hielt in den letzten 2 Wochen ein paar Überraschungen für mich bereit. Erst einmal habe ich mein letztes Weihnachtspäckchen bekommen. Vielen Dank dafür! Letzten Dienstag musste unser wirklich toller Briefträger sogar bis an die Haustür kommen, sonst verlässt er ja sein kleines weißes Postauto nie... Er brauchte eine Unterschrift... denn die Berit bekam Post von der Regierung! Super... ich hab mir natürlich gleich wieder tausend Horror Szenarien beim aufreißen des Briefes in meinem Kopf ausgemalt aber es war nicht ganz so schlimm.  Mir wurde lediglich mitgeteilt, dass 4! Überraschungseier im November aus einem meiner Pakete entfernt wurden. Ich kann ja wirklich verstehen, dass diese Menschen vom Zoll die Schokolade lieber selber essen, ist ja auch wirklich die Beste, aber mir das dann erst 2 Monate später mitzuteilen find ich ein bisschen dreist. Jetzt will ich die auch nicht mehr zurück haben. Jett haben die Beamten halt was zum Spielen, Naschen und Überraschen lassen. Als ich den Jungs erzählt habe was passiert ist, sind die Gesichter lang geworden ( versteckter Tip an die Anna)

Am Dienstag war ich mit Sarah bei einem Basketball Game der Plymouth North High School. Auf dem Hinweg wurde mir jedoch schon berichtet, dass sie wahrscheinlich sowieso verlieren würden, denn seit diesem Jahr ist das Team wirklich schlecht. Das war mir alles eigentlich egal. Ich war total gespannt ob wirklich alles so ist, wie es in den Filmen immer gezeigt wird. Also die ganze Schule anwesend, alle jubelnd und was natürlich nicht fehlen darf überaus motivierende und tolle Cheerleader. Als wir die Turnhalle betraten sind wir erst mal mitten in die Nationalhymmne reingeplatzt. Und da ich mich hier ja in Amerika befinde drehten sich erst einmal alle zur Fahne, stehend mit Hand auf dem Herz. Bis dahin wurden meine Filmerwartungen a schonmal erfüllt. Als das Spiel dann anfing und es schon nach den ersten 5 Minuten 13 zu 3 stand  ( natürlich 3 für Plymouth) ließ ich mich von Sarah erst mal über Klatsch und Tratsch aufklären und dann war es endlich so weit, der große Auftritt der Cheerleader, die Kamera war gezückt und das kam dabei heraus:

Genau das haba ich auch gedacht. 5 gähnend langweilige Mädchen, die sich, meiner Meinung nach total geschämt haben und eher demotivierend wirkten. Hinterher wurde mir dann auch erklärt das an dieser Schule keiner ein Cheerleader sein will, weil das wäre dann laut Sarah " social suicide" und auf sozialen Selbstmord hat ja jetzt auch nicht jeder Lust. Ich war total entäuscht. Ist es in den filmen nicht immer so, dass die hübscheste von denen immer mit dem Quaterback aus dem Footballteam zusammen ist??? Ist eben doch nicht alles so wie im Film! Ist aber vielleicht auch besser so.  Wir sind dann 35 Sekunden vor Schluss gegangen, aber sie haben sowieso verloren...

Ist zwar jetzt auch schon wieder ein Stückchen her, aber einen Blog so ganz ohne historische Inauguration geht auch nicht. Es gibt da ja wirklich ein paar verrückte die sich in diese klirrende Kälte gestellt haben um Obama dann auf irgendwelchen Leinwänden gesehen zu haben. Ich gehörte nicht dazu. Aber ich wollte es wenigstens live im Fernsehen verfolgen, also habe ich Amanda schnell was zu essen gegeben und mich dann vor den Fernseher gekrümelt. Und viel gibt es dann auch nicht zu erzählen. Dann hat er geschworen und geredet. Die Rede fand ich wirklich gut. Wir haben dann noch kurz ein bisschen drüber erzählt und fanden es dann auch sehr übertrieben bei der derzeitigen wirtschaftlichen Lage 10! Bälle zu veranstalten auf denen der neue Präsident dann tanzen musste. Aber hier in Amerika...

Heute morgen hat es mal wieder geschneit. Ich weiß einfach nicht warum hier jeder wegen ein bisschen Schnee immer gleich durchdreht. Aber gut... Audra wollte heute früh von Arthur wissen ob die Schulen geschlossen sein. Nachdem dieser das verneinte hatten Alexander und Bradley aber schon beschlossen heute einfach mal nicht zu gehen. Ich glaube nicht das es so weit gekommen wäre, wenn Audra einfach mal in ihrem Schlafzimmer mit Arthur geredet hätte. Schweißperlen auf meiner Stirn... ich hatte wirklich keine Lust drei statt einem zu bespaßen. Bradley bekam dann auch ganz plötzlich "Kopfschmerzen" und Alexander natürlich auch und dann wurd auch noch das Fieberthermometer rausgeholt, es waren ja alle so krank! Und Bradley hatte wirklich anstatt 37 grad 37, 3 Grund zu ernsthafter Besorgnis! Ich konnte Bradley quasi innerlich triumphieren sehen... er war also zu krank um in die Schule zu gehen... er konnte sich auch ein kleines Lachen nicht verkneifen. Als ihm dann aber eröffnet wurde das kranke Kinder im Bett liegen und nicht spielen können war das mit dem Lachen auch wieder vorbei. Er hat aber trotzdem sienen Schlafanzug angezogen und ist in richtung Zimmer gestampft. Alexander musste gehen, er war ja nicht " krank". Gerade als ich Alexander ins Auto gebracht habe kommt Bradley aus der Küche, diesmal wieder normal angezogen. Er hat es sich anders überlegt und ist doch nicht zu krank um in die Schule zu gehen. Er will lieber draußen spielen.  Toll das ein 5-Jähriger entscheiden kann ob er in die Schule geht oder nicht... und nach diesem morgen bin ich mir sicher, dass das nicht die letzte Diskussion dieser Art gewesen sein wird. Aber wer weiß...



Montag, 12. Januar 2009

Clowns und andere lustige Geschöpfe...

Nachdem im Donnerstag im Eilverfahren das gesamte Haus "entdekoriert" wurde, waren alle bereit für Freitag... Alexanders großer Tag. Nach dem besonderem Frühstück zum 3. Geburtstag ( es gab mal wieder Pencakes, ich muss sagen ich werde ein immer besserer Pencake-Maker) sollte die Laune eigentlich am Überkochen sein, doch Bradley schien ein klein bisschen ein Problem mit dem Geburtstag seines Bruders gehabt zu haben. Er hat sich jedenfalls unmöglich benommen, diese Laune hat er leider auch nach der Schule noch nicht richtig abgelegt. Der eigentliche Plan für Alexanders Geburtstag war eigentlich ein Zoo-Besuch. Da es aber mal wieder richtig kalt war wurde dieser Plan gleich verworfen. Wir sind stattdessen nach Cohasset gefahren und haben uns ein Kindermuseum angesehen. Da Amanda und ich auf der Fahrt mal wieder ganz besonders müde waren durften wir noch ein bisschen im Auto schlafen während alle schon mal reingegangen sind. Es war wirklich niedlich. In der ersten Etage war mehr so etwas wie ein riesiges Spielzimmer und in der zweiten Etage ging es dann um die Umwelt und wie man sie schützen kann. Ich kam nur in diesen Raum und auf einmal stand ich genau vor einem riesigen Korallenriff-Nachbau. 
Nachdem wir dann noch essen waren hieß es für die Kinder "Ab ins Bett" und für mich und Audra, wie vor jeder großen Party " Auf die Plätze, Fertig, dekorieren"
Die Dinosaurier Party von Alexander stand ja am Samstag an. Und wie immer gab es allerlei Krams. Wir mussten neben Tisch decken und Goodie-Bags packen auch mal wieder dieses blöde Krepppapier im ganzen Raum verteilen. Ich hab dann noch schnell die ganzen Luftballons aufgeblasen, die Audra kann nämlich keine Knoten machen. Sie hat in der zwischenzeit allerlei Plüsch- und Plastikdinosaurier aus dem Playroom geholt. Auch eine Möglichkeit diesen ganzen Mist loszuwerden, einfach an andere verschenken. Hier mal ein paar Eindrücke:



Natürlich kam auch wie versprochen der Clown. Ich kann Clowns ja wirklich gar nicht leiden und irgendwie hat die kleinen Amanda auch diese Antipathie. Der Clown steht im Flur und sie fängt an zu brüllen. Pünktlich um 10 hat CJ der Clown dann auch angefangen die Gesichter der Kinder, die schon anwesend waren, zu bemalen. Die Mädels hatten dann Blumen und Herzen, die Jungs bekamen Roboter und Dinosaurier. Und dann gings los. CJ der Clown startete seine Show. Er musste zweimal anfangen denn Audra hat vergessen eine Kasette in die Videokamera zu stecken. Als wir dann das zweite mal alle wild für Alexander geklatscht haben gings dann los. Ich hab mich wirklich nicht gerade in die erste Reihe gestellt und auch versucht diesem ganzen "Spaß" so oft wie möglich zu entfliehen, in dem ich einfach allen immer die Jacken abgenommen habe. Als ich wieder ins Wohnzimmer kam stand er da bereits mit seiner Taube Sweetie in der Hand. Dann zauberte er auf einmal einen Chinchilla aus dem Hut. Und ein kleiner weißer Igel wurde aus der Backform geholt, der war aber noch Roh...
Und dann gings los... was ich noch weniger mag als einen Clown, ist ein Clown mit Reptilien. Ja er brachte seine Eidechse, die schon mal in irgendeinem Film mitgespielt hat, und seinen Leguan mit. Den Kindern hats gefallen, mir nicht! Ach aber viele Eltern haben gesagt das CJ ganz toll war...


Und dann hat er sich ganz schnell wegegzaubert und es war Zeit für Lunch. Es gab Maccaroni&Chesse, mein absolutes... naja ich sag das jetzt hier mal nicht. Aber Alexander hat die ganze Party gefallen und er war auch schon ganz aufgeregt denn nach dem Essen gabs dann endlich seinen Kuchen


Und für die Mathegenies unter euch... richtig es sind 4 Kerzen auf dem Kuchen... aber der Junge ist doch erst 3 geworden... Mhmmmmm die Kerze zu viel ist für Glück im neuen Lebensjahr. Arme Amanda bei ihr war nur eine Kerze auf dem Kuchen...

Ich muss das hier nochmal verdeutlichen. Das war nicht etwa ein kleiner Kindergeburtstag so mit Topfschlagen und allem. Alexander hatte sage und schreibe 20 Gäste. Nur Kinder und zu diesen 20 Kindern kam nochmal mindestens ein  Elternteil für jeden. Wir hatten das Haus voll. Ich finde das ja viel zu viel, ich mein da würde ja auch ne kleine Runde reichen. Aber in Amerika ist eben alles immer ein bisschen größer...

Am Nachmittag hab ich mich dann in mein Zimmer verzogen und gehofft das der Schneesturm der in der Nacht kommen sollte so schlimm wird das die Kirche ausfällt und ich mal wieder so richtig lange schlafen konnte. Aber leider hat das nicht ganz so geklappt. Und so hieß es dann am Sonntag mal wieder um neun raus. Das war wirklich meine erste Chance seit 3 Wochen mal wieder richtig lang zu schlafen... aber ich hab dann auch den Restsonntag schön in meinem Zimmer verbracht.

Letzten Dienstag ist es nachmittags im Haus auf einmal kalt geworden, also so richtig kalt. Der Trockner und der Herd ging nicht mehr. Die netten Herren Bauarbeiter haben nämlich einfach mal das Gas abgestellt, ohne vorher bescheid zu sagen. Und irgendwann lange nach dem Abendbrot kam ein netter Mann vorbei und hat alles wieder angestellt. Aber dann nach ca. 15 min hat es auf einmal angefangen ganz schlimm nach Gas zu riechen. Also musste der Mann nochmal wieder kommen. Das einzige was er gemacht hat, war mit einem kleinen Messgerät durch den Flur zu laufen und zu erklären das alles ganz normal sei. Na klar, das Haus ne halbe Gaskammer aber alles ist normal, wieso haben wir das eigentlich noch nicht vorher gerochen. Und nachdem Audra ihm genau das an den Kopf geworfen hat hat er dann doch ales nochmal überprüft. Es war irgendwie Luft in den Leitungen die erst raus musste...

So na dann werde ich mich jetzt mal wieder den wichtigen Dingen zuwenden und ein bisschen schlafen... 

Dienstag, 6. Januar 2009

Schlaflos in New York und Vermont

Oh toll es schneit...
Ich habe mich wirklich nur für eine klitzekleine Sekunde gefreut als im am Vormittag des 31. 12 aus dem Fenster gesehen habe. Es war aber leider nicht nur ein bisschen Schnee sondern ein großer, bößer, ausgewachsener Blizzard. Und genau dieser Blizzard hat fast mein gesamtes Silvester ruiniert. Es ging damit los, dass ich es fast nicht rechtzeitig zum Bahnhof nach Plymouth geschafft um den Zug nach Boston zu bekommen. Von da aus sollte es nämlich nach New York zur Penn Station, wo ich mich Franzi und Alex treffen wollte. Und in New York wollten wir dann den Jahreswechsel mit mehreren Tausend anderen Menschen am Times Square feiern. Nun ja so sollte es  werden...
Ich habe den Zug nach Boston bekommen und hatte dann wie vorgesehen noch genügend Zeit um meinen Bus nach New York zu bekommen. So gegen 1.45 pm stand ich in der Schlange, denn für 2.30 pm war die Abfahrt geplant. So gegen 2.15 pm wurde uns allen verkündet das wegen diesem Wetter der Bus wohl ca. 90 min später kommen wird. Also dass das alles bei dem Schneechaos nicht ganz pünktlich ablaufen würde habe ich mir ja gedacht aber als ich dann 4.45 pm immer noch an der South Station stand habe ich mich dann schon gefragt was hier los ist. Wir haben uns dann, nach fast drei Stunden Wartezeit, endlich gegen 5.30 pm in Bewegung gesetzt. Oh ja und dann hieß es erst einmal schlafen, denn für so was war in unserer aufregenden Silvesternacht keine Zeit eingeplant. Dank der wunderbaren Erfindung des Mobiltelefons wusste ich dann auch das es mit dem Jahreswechsel am Times Square feiern wohl nichts wird. Es waren zu viele Menschen, wir waren dank mir auch leider viel zu spät und Rucksäcke und andere Taschen mochten die dort auch nicht.
Franzi und Alex haben, während ich mich immer noch auf dem Weg nach New York befand, versucht mehrere andere Möglichkeiten zu finden doch noch irgendwas von der Großstadt-Silvester-Atmosphäre mitzubekommen und so ging es für die beiden unter anderem auch noch zum Rockefeller Center. Aber da war leider auch nichts los.
Um 10.30 pm war ich dann endlich das, fast vier Stunden später als geplant! Nachdem wir uns dann auch irgendwie in dem ganzen Gewühl gefunden haben ging es dann letztendlich nach Greenwich Village, anstatt uns in der klirrenden Kälte am Times Square den Popo abzufrieren ging es lieber in eine Bar, jedenfalls wollten wir in unsrem Bergesteiger-Schneesturm-Outfit versuche irgendwo reinzukommen

                                             
Diese Bilder zeigen ganz gut wie viel man anhaben musste um nicht zu erfrieren, 3 Lagen waren minimum...
Wie haben uns dann in der Bar "Jeckyll&Hyde" ganz nah am Kamin niedergelassen. Oh Ja da wars schon lustig und das lustigste war keiner hat sich auch nur in irgendeiner Weise für unser Alter oder unsere ID interessiert und so kam was kommen musste, wir wurden lustiger und lustiger....
Als es dann langsam auf Mitternacht zuging wurden Pappkrönchen, Luftschlangen und allerlei Tröten ausgeteilt... Und dann war es so weit... 5,4,3,2,1....HAPPY NEW YEAR alle lagen sich in den Armen und haben sich gefreut und auch wir haben stilecht, mitten in New York angestoßen. Wir können auch mit stolz behaupten live geshen zu haben wie der Globe langsam am Haus 1 des Times Square gefallen ist... das war dann auch genau der Zeitpunkt an dem wir mehr als froh waren schön im warmen zu sein, ach ja es war letztlich die vollkommen richtige Entscheidung. Der Weg zur Toilette wurde mir mit " Hinter dem sechsten Bücherregal links, einfach immer an der Wand entlang drücken"... Na klar ich dachte wirklich der hält mich für total bekloppt aber es war leider so... Ein Gang rechts und links Bücherregal und das sechste stellte sich als Tür heraus... Sachen gibts
Hier mal ein paar Eindrücke was man mit lustigen Papierschlangen alles anstellen kann

                                 

Bis ca. 2 Uhr haben wir uns dort die Zeit vertrieben, aber bis zum angesetzten Frühstück das von um 4 auf um 5 verlegt wurde, hieß es noch ein bisschen Zeit zu killen...
Nach mehreren Runden Subway fahren sind wir dann an der Grand Central Station ausgestiegen... ach das sah wirklich genauso aus wie in dem Film Madagascar... wir sind also gaaaaaaaanz lang gelaufen aber irrgendwie kamen einfach nicht diese Super tollen und teuren Läden. Am Empire State Building haben wir dann festgestellt, das wir wahrscheinlich doch ein bisschen zu weit vorn angefangen haben. Das Frühstück fiel etwas Mager aus... Kalte Apfeltaschen, kalter Kaffe und wabbelige Pfannkuchen wir waren nicht glücklich und so hieß es erst einmal schlafen




So richtig hat eigentlich nur die Franzi geschlafen, ich hab inzwischen die Alex wachgehalten, was so ein Kaffee doch manchmal für eine Wirkung bei mir hat...
Als dann die Franzi wieder wach war und auch ihre Beine wieder aufgewacht sind sind wir wieder mit der Subway ans südlichste Ende Manhattans gefahren um die Fähre nach Staten Island zu nehmen. Ich kann wirklich jedem empfehlen nach einer schlaflosen Nacht früh um halb acht die Fähre zu nehmen, es war herrlich
aber sehts euch selbst an...





Diesmal hat die Alex alles verschlafen, naja also immerhin die komplette hinfahrt und weil wir alle die Fähre verlassen mussten waren wir auch mal kurz auf Staten Island, allerdings nur um direkt wieder zurück zu fahren, und das tollste alles kostenlos!
Dann gings zum Neujahrsgottesdienst in die Kirche, oh ich kann euch sagen die Fahrt in der Subway war so lang, und es war so warm da drinnen und wir hatten einen Sitzplatz und so hat es uns diesmal allen dreien die Äuglein zugezogen...




Oh ja aber wir haben alles rechtzeitig gefunden... aber ich kann euch sagen, es haben viel Menschen, sehr lange gesprochen und so wurden meine Augenlider schwerer und schwerer und dann wurde ich von der Alex sachte angestupst, ja ja da war ich dann an der Reihe mit dem klizuekleinen Nickerchen. Es stellte sich hinterher sogar heraus das auf uns wetten abgeschlossen wurden, 5 $ wer zuerst einschläft...
Laut Plan sollte dann ein besuch des Empire State Buildings anstehen... tolles Wetter, blauer Himmel und eine Schlange länger als das Haus hoch war... naja macht ja nichts spontan wie wir sind ging es dann eben auf den Times Square, ah ja und das war auch nicht ganz schlecht




Natürlich haben sich Franzi und ich auch die Originale 2009-Brille gekauft... Das ist schon mal wieder ein kleines Anzeichen unserer beginnenden Amerika-Macke.
Leider hieß es danach dann auch schon Abschied nehmen. Die Alex ist wieder nach Hause nach Mischigan geflogen und Franzi und ich mussten uns noch kurz ins kalte stellen und dann ging es auch schon in den warmen Bus und ins Reich der Träume...
Endlich wieder in Boston hieß es für mich noch eine Stunde auf den Zug warten und noch eine Stunde heimfahren... Mein Gastvater war mehr als erleichtert mich wieder zu sehen. Wer jetzt denkt, dann konnte sie ja Freitag ausschlafen... FALSCH GEDACHT denn der Berg rief... aber der Wecker klingelte zur Abwechslung mal ne Stunde später, erst halb acht...
Auf nach Vermont, verständlicherweise habe ich die letzten drei Stunden komplett verschlafen. Anfangs hatten wir den Hund noch mit im Auto den wir bei Audras Mum abliefern mussten aber danach hatte ich Beinfreiheit und süße Träume...
In Ludlow angekommen hieß es erst einmal Ski ausleihen und dann Apartment inspizieren. Es war nicht ganz schlecht, wir hatten zum Glück genug Platz für alle. Ich kam in den Genuss auf dem Ausziehsofa zu schlafen, nur leider hielten sämtliche Federn, die sich in meinen Rücken bohrten und eine Lüftung die sich exakt alle 15 min wieder neu einschaltete vom schlafen ab. Den Samstag verbracht ich mit Amanda allein im Motel, ein kleiner Spaziergang das wars dann auch schon mit der Aktivität... also nur um die Beweisfotos zu machen
Oh das war schon sehr kalt dort. Da wir am Sonntag schon um 11 das Zimmer verlassen mussten hieß es für mich uns Amanda diesmal, ab auf den Berg. Wir saßen den ganzen Tag fein artig in der Berghütte und haben allen beim Ski fahren zugeguckt. Ich bin ja sowieso kein Skifahrer oder so etwas, aber seit letztem Wochenende will ich es zumindest irgendwann einmal probieren. Ich war wirklich nicht böse als wir uns dann Sonntag Nachmittag wieder auf den Heimweg gemacht haben. Endlich wieder in meinem schönen großen Bett schlafen.

Am Freitag ist Alexanders Geburtstag und diesmal gibts eine Dinosaurier Party. Und was mein Herz gleich noch ein bisschen schneller schlagen lässte... es kommt ein Clown... oh das wird ein Freudentag, wo ich die doch so liebe... Naja mal sehen welche Luftballontiere der so zaubern kann...
Also bis dann...

Sonntag, 28. Dezember 2008

Santa Claus was comin...

Oh ja also man kann es nicht leugnen... Weihnachten in den USA ist einfach anders!
Unseren gesamten Mittwoch Vormittag haben wir mit Plätzchen backen und aufräumen und nach dem Lunch hieß es sich noch ein bisschen hübsch machen, alle Kinder zu Mittagschläfchen zu bewegen und noch ein bisschen entspannen! Ach ja aber dann ging alles schlag auf schlag und pünktlich um 17.30 Uhr saßen wir alle in der Kirche. Und um mir nochmal den absoluten Adrenalinschub zu verpassen kam dann auch noch Pastor Bill 5 minuten vor beginn des Gottesdienstes und hat gefragt ob ich nicht jetzt schon das Stille Nacht singen könnte, da meine gesamte Familie und deren Freunde auf mich eingeredet haben konnte ich eigentlich auch nicht Nein sagen, es lief alles toll und nach Ende des Gottesdienstes habe ich meiner Gastfamilie erst einmal eine schöne Weihnachstparty gewünscht... ich bin einfach noch ein bisschen in der Kirche geblieben... Da der Chor nur zum 2.Gottesdienst gesungen hat blieb mir nichts anderes übrig als einfach noch ein bisschen zu bleiben. Aber gleich danach bin ich zur Christmas Party unserer Nachbarn gegangen. 
Weil hier in Amerika eigentlich keiner eine Klingel hat, die wirklich funktioniert und die Türen sowieso immer auf sind bin ich einfach mal reingegangen... ich kam mir schon sehr seltsam vor zumal ich auch niemanden gefunden habe den ich kenne, aber nach vielem fragen hab ich dann auch Arthur gefunden, der hat mir wärmsten ans Herz gelegt das Essen einfach zu genießen. Unsere Nachbarn besitzen nämlich 5 italienische Restaurants und das Essen au den Christmasparties ist immer noch ein bisschen besser! Ich kann das absolut bestätigen. Das Essen war wirklich richtig gut.
Irgendwann halb elf sind wir dann auch die 5 Schritte nach Hause gelaufen und haben die Kinder ins Bett gebracht.
Und dann gings los, denn alle Geschenke, die in den letzten 4 Wochen verpackt wurden mussten unter den Weihnachtsbaum gelegt werden.
Hinterher sah unser Living Room dann so aus:

Irgendwann nach um eins waren wir mit allem fertig. Natürlich hat die Kinder die Aufregung aus dem Bett getrieben und  um sieben hat mich Arthur mit dem Satz, "Berit, Santa was here"
Ich hätte lieber weitergeschlafen, ich wusste ja sowieso was jeder bekommt, aber ih habe mich dann doch aus dem Bett gequält. Und dann ding es los, ein Geschenk nach dem andren auspacken, damit jeder sieht was Santa gebracht hat.
Bei der Menge an Geschenken war es natürlich klar, dass alle immer nur auspacken wollen. Arthur war die ganze Zeit nur damit beschäftigt die Geschenke fein säuberlich in den Dining Room zu räumen und hat alle in allem recht wenig von dem Ganzen mitbekommen. Also ich muss sagen ich finds wirklich schöner wenn man nur so viel bekommt, dass man sich auch hinterher noch dran erinnern kann. Es ging dann nämlich schon am Freitag los, dass sich die Jungs drum gestritten haben wer was von wem bekommen hat.
Am Donnerstag gegen 11 Uhr sind wir dann bei Audras Eltern eingetrudelt und da war dann wieder die ganze Familie. Auch dort hat wieder die meiste Zeit das Geschenke auspacken in Anspruch genommen. Aber ich will das hier mal nicht alles so negativ klingen lassen. Ich muss sagen ich habe mich sehr über die Geschenke meiner Gastfamilie gefreut, unter anderem ein neues paar Schlittschuhe. Aber auch das man zusätzlich noch einen Stocking leeren darf. In so einen Socken kommen dann aber eher Sachen für den täglichen Gebrauch, wie zum Beispiel Pflaster, Socken und Zahnbürsten.

Am Freitag Mittag habe ich dann die Alex vom Bahnhof abgeholt. Sie besuch zur Zeit die Franzi in Boston und da Plymouth ja ganz in der Nähe ist... Doch schon bevor wir uns überhaupt gesehen haben gab es die erste Überraschung: Als ich meine Gastmutter nochmal an Alex' Ankunftszeit erinnerte, guckt diese mich nur verwundert an und fragt ob ich dachte das sie fahren würde... ich bekam also das Auto und habe dann ganz fröhlich die Alex abgeholt. 
Nach einem kurzen Lunch und einem kleinen Trip zum Strand sind wir dann auch schon wieder zu mir GEFAHREN. Und die arme Alex musste gleich mit Bradley mehere Runden Twister spielen und auch so wurde sie ganz schön eingespannt. Am Abend wollte ich dann eigentlich mit ihr eine Lantern Tour durch Plymouth machen, aber leider wollte irgendwie keiner mit uns gehen.  Also wurde kurzerhand ein kleiner Abendspaziergang eingeschoben. Samstag Mittag sind wir dann nach Boston gefaren und haben uns mit Franzi getroffen. Zu dritt gings dann erst ein bisschen durch Boston und dann ins Kino, nachdem wir fast alle das Buch gelesen hatten, wollten wir auch endlichden Film "Twilight" sehen. Das Buch war besser!

Und nach einem kleinen Spaziergang zum Hafen und einer kleinen Shoppingtour hieß es dann für mich schon wieder "Tschüss" sagen. Der Beschreibung einer Verkäuferin nach war die South Station gleich um die Ecke also habe ich es nicht wirklich eilig gehabt, doch nach dem ersten mal fragen habe ich schnell gemerkt das ich noch ca. 5 Blocks zu laufen hatte. Ich hatte noch 7 Minuten Zeit und keine Fahrkarte. Also hieß es rennen. Ich war halb tot aber rechtzeitig in der Bahnhofshalle und wollte nur noch meine Fahrkarte kaufen, aber leider hat mich wieder mein Technik-Fluch getroffen. Der Automat wollte einfach keine Fahrkarte ausspucken. Als es dann endlich geklappt hat bin ich noch zum Bahnsteig gerannt und wie in einem richtig schlechten Film ist der Zug langsam losgefahren. Doch zum Glück hat der nette Zugbegleiter  den Zug noch schnell angehalten und ich konnte noch schnell aufspringen.

Heute wurden die letzten Vorbereitungen für unseren Ski-Trip am Wochenende getroffen. Am Freitag vormittag gehts nach Vermont und dann wird das Wochenende mit Wintersport verbracht. Ich kann mir nix schöneres vorstellen. Nein, nachdem ich mir jetzt schon mal ne Skihose geliehen habe kann es jetzt mit Rodeln und Co. losgehen.
Na mal sehen ob ich am Sonntag in einem Stück wiederkomme...

Montag, 22. Dezember 2008

Sleigh Ride...

Oh Ja letzten Freitag pünktlich um 14.00 Uhr, wie ja schon jeder Wetterbericht Tage vorher angekündigt hat, kamen die ersten kleinen Flöckchen vom Himmel runter. Und RuckZuck hat man nichts mehr gesehen nur noch Schneeflocken. Und Plymouth versank im Schnee. Ich hätte jetzt wirklich gedacht es ist schlimmer aber eigentlich war es auch nur Schnee. Wir wohnen ja wirklich direkt am Wasser und so hat der Wind den ganzen Schnee an unser Haus gepustet und so kam es dann, dass ein Küchenfenster kurzzeitig komplett zugeschneit war, bis der Wind auf einmal wieder alles in die andere Richtung geweht hat. 
Am Samstag morgen, nachdem alle Männer hier im Haus erstmal die Einfahrt frei geschaufelt haben konnte man dann auch sehen wie viel Schnee denn eigentlich gefallen ist, das heißt eigentlich auch wieder nicht. Ganz unten am Wasser lag fast nichts, dafür alles direkt vor unserer Haustür. Aber wir Mädels sind schön im Warmen geblieben.

Aber schon nach dem Mittagessen hieß es wieder raus ins Vergnügen denn von 2 bis 3 Uhr waren wir an der Reihe um für die Salvation Army vor WalMart das Glöckchen zu schwingen. Natürlich mussten wir alle auch schön weihnachtlich aussehen also wurden alle Weihnachtsmannmützen und ähnliches zusammen gesucht. Ich habe mich für die Rehtierhörner am Haarreifen entschieden. Und dann standen wir da und haben versucht mit überaus freundlichen Merry Christmas' möglichst viele Menschen zum Geld spenden zu bewegen. Auch wenn Audra und ich die meiste Zeit IM WalMart verbracht haben, anstatt davor zu stehen ,war es trotzdem eine schöne Erfahrung.

Arthur hat dann Sonntagabend auch gleich mal versucht meine Jacke etwas weihnachtlicher zu gestalten. Er hat seinen tropfenassen, ROTEN Pullover auf meine weiße Jacke gelegt... naja und es kommt was kommen muss... lauter lustige rote Flecken überall verteilt. Als sie nach zweimaligen Waschen immer noch nicht rauskommen wollten wurde die Jacke dann Montagmorgen kurzerhand in die Reinigung geschafft. Ich hoffe wirklich, wirklich, wirklich sehr, dass irgendeine Chemie das Zeug wieder rausbekommt.

Gestern Nachmittag war Training für unser kommendes Winterurlaubs-Wochenende angesagt. Wir waren rodeln in unserm Garten. Der Schnee war schon wieder überfrohren und so hatte man mit Schlitten, Poporutschern und allerlei anderem Gerät schon ganz schön Geschwindigkeit drauf. Sonst musste ich ja immer nur aufpassen nicht irgendwelche andere Menschen zu "überrodeln" aber jetzt kommt noch erschwerend hinzu, dass man rechtzeitig bremsen muss, denn sonst landet man einfach mal im Wasser. Ich habe wirklich total vergessen wie viel Spaß das alles macht und jetzt blicke ich dem ganzen Wintersport Spaß schon etwas positiver entgegen. Ich habe jetzt immerhin schonmal eine Skihose, jetzt brauch ich nur noch bessere Handschuhe, ne ordentliche Mütze, Stiefel,...


Gestern Abend haben Audra und ich noch Amandas Puppenhaus zusammengebaut. Und das war natürlich nicht in einer viertel Stunde erledigt. Also haben wir mal wieder den ganzen Abend zwischen Schrauben und Bauanleitungen im Playroom verbracht. Ein Glück bin ich mit den Einpacken meiner Geschenke schon seit Samstagabend fertig.

Also morgen heißt es vormittags Plätzchen für Santa Clause backen und nachmittag gehen wir dann in die Kirche und danach noch auf die Christmasparty zu den Nachbarn... Ach ja und nicht zu vergessen: das Rehntierfutter muss noch im Garten verstreut werden damit Die Rehntiere unser Haus besser finden...
Und wenn die ganzen Kinderlein im Bett sind heißt es dann für uns alle Geschenke, aus allen Verstecken holen und unter den Baum legen. Das wird bei der Masse auch wieder Stunden dauern... Und am Donnerstag morgen wird dann alles so schnell wie möglich ausgepackt...

Oh ja ich hoffe Santa Clause weiß, dass ich dieses Jahr nicht in Deutschland bin ; )

Mittwoch, 17. Dezember 2008

Leuchte, Leuchte großer Baum!

Also erstmal muss ich sagen, dass unser Konzert richtig toll war. Wir haben es zwar nie geschafft einmal mal alle zusammen zu proben aber es hat trotzdem alles gut geklappt und dank unserer "geliehenen" Männer hat es auch richtig gut geklungen.
Gestern habe ich erfahren, dass wir "Stille Nacht, Heilige Nacht" auf Deutsch singen und zwar nächsten Mittwoch  Abend im Gottesdienst. Wir sind also Zeile für Zeile alles durchgegangen. Es ist wirklich herrlich, dass kaum jemand die Umlaute aussprechen kann. Ich werde die erste Strophe allein singen und dann singen wir alles zusammen. Na das wird ein Spaß.

Wir haben auch am Samstag unseren Weihnachtsbaum  gekauft. Audra ist ganz glücklich wir haben diesen Riesen-Baum nämlich für nur 30 $ bekommen. Der Baum musste dann erstmal ein paar Tage stehen bis Audra mich dann am Montag mit der Lichterkette um den Baum scheuchen konnte. Am Dienstag haben wir dann alle zusammen geschmückt. Ich war nach meinem ersten Schmück-Marathon nicht mehr ganz so geschockt wie viel man an einen einzelnen Baum quetschen kann. Ich bin zwar immer noch der Meinung, dass was wir da alles rangehängt hatten auch für 3 Bäume gereicht hätte aber ich bin ja hier in Amerika und da sehen Weihnachtsbäume eben anders aus...

Am Sonntag fand auch das große Familien-Cluster-Meeting statt. Einmal im Jahr müssen sich alle Familien uns ihre Au Pairs treffen. Wir sollten uns eigentlich um 5 Uhr mit Joy und den andren treffen, aber leider haben es uns sämtliche roten Ampeln und alle anderen Autos unmöglich gemacht pünktlich zu erscheinen.
Also kamen wir gegen 5.30 Uhr in La Salette an. Dank der vielen Autos vor uns hatten wir genug Zeit uns schon einmal vom Auto aus alle Lichter, die an sämtlichen Bäumen hangen anzusehen. La Salette ist ein riesiger Lichter-Park. Überall hingen Lichterketten und es war wirklich wunderschön anzusehen. Ich habe mal versucht ein bisschen was mit meiner kleinen Kamera einzufangen... Hier ist das Ergebnis:







Der Park war toll, die Lichter auch nur das Treffen war mehr als bescheiden.
Es sind zur Zeit 5 Au Pairs von meiner Organisation in Massachussets. Von den dazugehörigen Familien waren 2 anwesend. Man muss aber dazu sagen, dass das Au Pair der anderen Familie nicht kommen konnte. Ich war also das einzige Au Pair. Na das nenn ich mal ein gelungenes Treffen. Ich habe dann auch mal versucht mir Joy zu reden, ob wir die monatlichen Cluster-Treffen nicht irgendwo in der Mitte machen könnten, anstatt immer nur bei ihr zu Hause. Ihre Antwort darauf war nur, dass das ja nicht immer möglich wäre. Meine Frage, ob wir die Treffen dann evtl. aufs  Wochenende legen können wurde gleich ganz ignoriert. Joy war ja noch nie meine beste Freundin, aber das war wirklich zu viel. Das tollste war eigentlich, dass sie das Treffen vorher dreimal verlegt hat und trotzdem keiner kam. Demenetsprechend war auch erstmal die Laune von Arthur und Audra... frostig. Aber als sich dann alle verabschiedet haben... wurde es ihnen wieder etwas wärmer ums Gemüt und wir haben uns letztendlich einen schönen Abend gemacht.

Ansonsten haben wir an jedem Abend dieser Woche Geschenke eingepackt und immer wenn ich denke wir sind fertig, kommt sie mit noch mehr Zeugs zum einpacken. Aber ich glaube gestern Abend haben wirs geschafft.

Heute war mal wieder großes Dekorieren angesagt, doch nachdem wir mit allen Bäumen in diesem Hais fertig sind war heute unser Lebkuchen-Haus dran und das kam nach 2 Stunden kleben und kleckern raus:




Ich finde ja das sieht ganz schnuckelig aus!

Während ich hier in meinem Bett sitze und nebenbei noch Greys Anatomy ansehe, laufen schon die ganze Zeit die Namen aller Einrichtungen durchs Bild, die ab morgen Mittag geschlossen sind. Denn morgen solls dann richtig losgehen, der Schneesturm soll nach Plymouth kommen, na da bin ich ja mal gespannt. Ich bin ja wirklich ein Fan von weißer Weihnacht aber auf der anderen Seite habe ich auch keine Lust auf Stromausfall, wie das schon in West-Massachussets der Fall war.
Wir werden sehen...

Mittwoch, 10. Dezember 2008

David, Tannenbäume und ein bisschen Musik

Diese Überschrift beschreibt ganz gut wie es zur Zeit hier zugeht... weihnachtlich!
Audra hat mich vor zwei Wochen (Ich weiß ich hab seit einer ewigkeit nicht mehr geschrieben) zum Weihnachtsbaumschmücken gezwungen, das ist eigentlich nichts zu dem man mich zwingen muss aber ich hatte nach der zweiten Box mit Krams einfach keine Lust mehr. Es handelte sich um den künstlich Weihnachtsbaum für unseren Flur. Das gute an diesem Baum ist, die Lichter sind schon dran und man muss einfach nur noch alles ineinanderstecken und die Äste ein bisschen nach untendrücken und fertig ist der nackige Tannenbaum. Dann kam Box Nr.1: Weihnachtskugeln in den Trendfarnen blau und gold... ich persönlich hätte danach aufgehört mit schmücken aber weit gefehlt es folgte Box Nr.2: der KrimsKrams... also lauter kleine Figuren und Äpfel und Herzen und so. Erst dachte ich der Baum sieht total überladen aus aber nein dann habe ich festgestellt, er sieht einfach nur sehr amerikanisch aus!



Jedes Jahr nach Thanksgiving kommt David vorbei... David, the Shelf-Elf. Der sitzt jeden morgen auf einem anderen Regal um zu sehen ob alle schön artig sind. Dann fliegt er jede Nacht zum Nordpol und erzählt alles Santa Clause. Und am nächsten Tag sitzt er wieder wo anders um erneut alles zu beobachten...
Hier sitzt er noch über dem Kühlschrank...Oh das ist ein Spass jeden Tag durchs Haus zu rennen und ihn zu suchen.

Letzte Woche wurden dann auch alle 100 Weihnachstkarten weggeschickt. Natürlich bekommen wir auch noch mal genauso viele zurück und was ich ja ganz toll finde, diese Weihnachstkarten werden nicht einfach irgendwo in die Ecke geschmissen sondern an die Tür zum Dining Room gehängt


Und natürlich haben wir auch die Stockings rausgeholt und an den Kamin gehängt. Boo war sogar so freundlich und hat seinen Socken-Halter für mich hergegeben...
Ach ich mag Weihnachten, und wenn wir dann erst den Großen Weihnachtsbaum für den Living Room haben und der dann schön geschmückt ist...

Letzten Freitag war hier auf der Plimouth Plantation das alljährliche "Festival of Trees" da stehen ca. 70 Weihnachstbäume und sind ganz verschieden geschmückt, z.B. mit allerlei Gartenzubehör oder mit ganz viele Teddybären... 
Hier kommen mal ein paar Beispiele:




                                                

Mein Lieblingsbaum war allerdings nicht der mit den ganzen Fähnchen und so... ich fand den Baum mit dem Thema : "verwunschener Wald" ganz toll.

 Nachdem wir mit dem Bäume bestaunen fertig waren ging es weiter zum Marionetten-Theater. Das war auch nicht schlecht jedenfalss hat es den Kindern gefallen.

Mein freies Wochenende habe ich mit ausschlafen versucht zu beginnen. Das hat leider nicht so ganz geklappt denn halb neun hieß es schon raus aus den Federn. Den Bob hat unsere Chorprobe an diesem Morgen einfach mal auf um neun verlegt. Naja dafür war ich eher zu Hause und hatte noch ein bisschen Zeit mich um alle Geschenke zu kümmern. Und dann hieß es mit Vollgas zum Bahnhof und in den Zug gesprungen. Richtig entspannen konnte ich mich auf der Fahrt nicht denn die liebe Franzi hat mir kurz vor der Abfahrt noch eine kleine Überraschung eröffnet. Das Weihnachtskonzert vom Boston College Symphony Orchestra und dem University Chorale war ausverkauft. Also musste die Abendgarderobe komplett auf schwarz umgestellt werden damit ich nicht auffalle wenn die Franzi mich einfach mit reinschmuggelt.
Diesmal habe ich es in Boston auch geschafft die richtige Subway zu nehmen und die Franzi hat mich dann schnell von der T-Station abgeholt und dann gings auch schon zum Plätzchenbacken zu ihrer Counselorin. Oh mein Gott wenn ich jemals so ein tolles Cluster-Meeting haben sollte dann.... weiß ich auch nich. Sie war total nett und neben ein paar Plätzchen und einer heoißen Schokolade sind auch ein paar gute Vanille-Kipferl entstanden. Bei dem ganzen backen und lachen und essen haben wir ganz vergessen auf die Uhr zu sehen und schon gings wieder mit Vollgas los. Diesmal zur Franzi nach Hause. Ganz schnell umziehen und dann los zur Probe. Oh ich war ja so aufgeregt ich hatte ja keine Karte. Zum Zeitvertreib habe ich noch schnell ein kleines Buch in meine noch kleinere Tasche gequetscht. Da bekommt das Wort Taschenbuch eine ganz neue Bedeutung...
Ich habe mich also schön an den Rand gesetzt und  der Probe gelauscht. Also ich muss sagen zum lesen kam ich nicht ich war viel zu beschäftigt mit zuhören,staunen und Ausreden überlegen ( falls jemand gekommen wäre)
Und dann ging das Konzert los, ich war echt platt es war sooooo toll. Nochmal ein großes Lob an Franzi die mit iherer Bratsche ganz toll gespielt hat.


O Holy Night... war eins der Lieder bei dem ich wirklich Gänsehaut bekommen habe. Leider mag mich mein Computer heute nicht besonders und hat deswegen die Videos nicht hochgeladen... schaut doch einfach mal bei der Franzi auf dem Blog... Sie scheint irgendwie ein besseres Verhältnis zu ihrem Computer zu haben Was ich ja ganz toll fand war, dass einzelne Lieder ganz im Programmheft, was ich zwecks fehlender Karte ja nicht hatte, abgedruckt war und der Dirigent zwischendurch das Publikum eingeladen hatte mitzusingen.
Zum Schluss wurde dann noch Hallelujah gesungen, dazu wurden diesmal alle Ehemaligen des Chores eingeladen, das waren schon ne gnaze Menge die sich da mit auf die Bühne gestellt haben. Und aufgrund einiger historischer Begebenheiten stand das ganze Publikum während des Stückes.

Anschliesend hat Franzi noch den tollsten Trompetenspieler der Welt : ) mit zur T-Station genommen. Und natürlich hat sie auch, ganz deutsch, im Auto erstmal eine grammatikalische Disskussion angefangen. War sehr amüsant.

Nach kurzem Hin und Her überlegen haben wir uns dann auch noch entschlossen auf die Orchester-After-show-Party zu gehen. Wir standen ein bisschen verlassen und hilflos im Wohnheim, aber die mutige Franzi hat dann einfach mal an eine Tür geklopft und siehe da wir waren richtig und mit eine der ersten. Der Dirigent hat uns erstmal ganz nett begrüßt und dann allen was zu trinken angeboten. Je später es wurde, desto mehr Leute kamen und umso lustiger wurde es. Und wirklich jeder war fasziniert von unseren kleinen Diamanten auf dem Zahn, so oft musste ich den jedenfalls noch nicht zeigen. Franzi wurde dank eines kleinen Mützchens einfach mal zur Weihnachts-Franzi gemacht,

Ich hab eigentlih noch ein schöneres Bild von Franzi aber mir wurde mit Folter gedroht wenn ich das veröffentlichen würde. Also lass ich es lieber bleiben.

Am nächstem morgen gings wieder viel zu früh raus, oder wir sind einfach nur spät ins Bett gegengen? Ist ja auch egal und dann mal wieder mit hoher Geschwindigkeit zur Kirche, das war mal ein bisschen anders ich hab es wirklich noch nie erlebt das der gesamte Gottesdienst auf chinesisch übersetzt wird. Aber die halbe Gemeinde besteht ja auch aus Chinesen.
Danach hattens wir wieder eilig. Schnell nach Hause. Franzi musste sich für Konzert Nr.3 an diesem Wochenende umziehen und ich musste meine 7 Sachen zusammenpacken. Danach noch schnell zur T-station und dann noch schnell für ein andermal verabredet... aber dann mit ein bisschen mehr Zeit.

Wieder Zu Hause angekommen hab ich mich gleich ans schreiben aller Weihnahstkarten gemacht. Audra hat die ganze Zeit versucht mir ein schlechtes Gewissen zu machen in dem si mir immer und immer wieder erzählt hat wie toll doch das Theater-Stück war, was sie am Samstag abend angesehen haben. Ich hab ja ein viel tolleres Konzert gesehen...So jetzt reichts aber!
Ansonsten ist in der letzten Woche nicht so viel passiert. Das übliche jeden morgen, Mittag und Nachmittag.

Zur Zeit machen die kanadischen Gänse bei uns auf der Wiese vorm Haus Urlaub. Man muss nur auf den richtigen Moment warten, also wenn so ca. 200 Gänse auf der Wiese rumlaufen ganz einfach mal schnell den Hund rauslassen und schwuppdiwupps fliegen alle Vögel davon... das ist so ein schönes Bild. Leider hat man dann aber auch den ganzen Gänsepups am Schuh und bevor man sich dann drinnen wieder eine heiße Schokolade gönnen kann muss man erst mal die Kacke aus Kanada vom Schuh bekommen.

Heute haben wir unser Gingerbreadhouse angefangen zu backen. Es riechst hier auch noch überall toll nach Lebkuchen.
Sagen wir es mal so unser Haus befindet sich noch im Rohbau... aber in zwei Tagen können wir es dann zusammenkleben und dekorieren. Natürlich durften auch die Lebkuchenmänner-und -frauen der Familie nicht fehlen ( ich liege ganz unten rechts auf dem Backblech) und weil wir immer noch ein bisschen Teig übrig hatten habe ich dann versucht, so gut wie es mir meine künstlerische Ader erlaubt, noch unseren Boo zu formen. Naja der Hund sieht aus wie ein Pferd mit Schweineohren und ist viel zu groß... aber der gute Wille war da!

Also ich werde euch auf dem laufenden halten wie es hier in Sachen dekoration und so weiter voran geht. Es tut mir wirklich Leid das ich so lange nicht geschrieben habe aber das wird sich ändern...VERSPROCHEN

Diesen Sonntag habe ich dann auch mein kleines Chorkonzert... na mal sehen wie das wird, ich lass es euch wissen.