Dienstag, 5. Mai 2009

Es wird wieder Zeit...

Jetzt sitze ich mal wieder auf meinem großen Bett und kann mich endlich einmal aufraffen einen kleinen Blog-Eintrag zu verfassen. Ich hab mir wirklich fest vorgenommen, das gleich nach dem "Urlaub" zu machen. Der "Urlaub" steht zu recht in " ", denn ich habe, erst recht seit der Karibik, eine andere Auffassung von diesem Wort.
Am Morgen des 20. 04 hieß es auf nach Danvers.
Danvers ist ein kleines Örtchen in der Nähe von Salem, ca. 30 Minuten nördlich von Boston. 
Nur noch einmal zur Erinnerung: wir mussten das Haus verlassen da der Parkettboden in der Küche neu versiegelt werden musste. Und da nun mal die Küche, wie glaube ich in jedem Haus DER Treffpunkt ist und es nicht unbedingt einfach wäre das gesamte Familienleben auf einmal in den Flur zu verlegen, wurden die Taschen gepackt und die Ferienwoche wurde genutzt um die Umgebung zu erkunden.
Da wir das Haus schon sehr früh verlassen mussten und der Anfahrtsweg mit 75 Minuten für amerikanische Verhältnisse nicht der Rede wert ist, waren wir schon viel früh am Hotel.
Die Stunden bis zum einchecken wurden in einem nahe gelegten Park verbracht. Der Spielplatz wurde aber nach 2 Stunden auch ganz schön langweilig. Aber Alexander und Bradley haben tapfer gespielt und gespielt und gespielt... und irgendwann war dann auch Zeit zum einchecken.
Da der Urlaub relativ kurzfristig gebucht wurde, hatten wir nur ein Hotelzimmer mit 2 Doppelbetten. Also hieß es für Audra und Berit abwechselnd mit Bradley und Alexander ein Bett teilen.
Es ist wirklich unglaublich wie ein 3.- und 5. Jähriger 95 % der Platzes in einem Bett einnehmen können. Mal hatte ich Füße, mal Hände im Gesicht, einmal wurde ich fast rausgekickt und am nächsten morgen waren alle Kinder ausgeschlafen, nur unter Audras und meinen Augen wuchsen die Augenringe.
Am Dienstag ging es mit dem Bus in Bostoner Childrens Museum. Leider war das Museum dank der Aprilferien total überfüllt, aber auch dieser Tag ging vorüber. Am Mittwoch trafen wir Audras Großtante und am Donnerstag ging es endlich nach Salem.
Salem ist bekannt für die Hexenverfolgung im Neuengland des 16. Jahrhunderts. Viele interessante Museen zeigen wie mit Hexen verfahren wurde. Salem ist wirklich eine süße kleine Stadt und besteht mal nicht nur aus diesen bekannten Holzhäusern.





Am Freitag wurde ganz schnell wieder nach Hause gefahren. 
Zusammengefasst war diese Woche wirklich nur ein Noturlaub und mehr oder weniger wurde gezwungenermaßen vor die Tür gegangen. Aber man kann auch nicht immer den absoluten Karibik-Entspannungs-Urlaub haben...

Nachdem ich den Samstag mit viel schlafen verbracht habe wurde ich Sonntag morgen auf dem weg zur Kirche von der Hitze erschlagen.
Auf einmal waren statt der frühlingshaften 14 º Celsius fast sommerhafte 30 grad. Also es ist ja kein Problem mit der Hitze in Häusern in Amerika, denn meistens wird es mit der Klimaanlage einfach übertrieben und im Sommer friert man sich drinnen den Popo ab, allerdings sobald man das Haus verlässt trifft einen dann der Schlag. Das tolle Wetter hielt überhaupt noch bis Dienstag, dann wurde es wieder kalt... leider.
Um zu meinem anschließenden Cluster-Meeting zu kommen musste ich erst den Zug, dann die T und dann noch den Bus nehmen. Denn die liebe Joy kann in dem großen Boston nicht einen Diner aussuchen, der etwas einfacher übers öffentliche Verkehrsnetz zu erreichen ist. Wir trafen uns also zum Essen, denn Joy wollte bei ihrem letzten Meeting lieber sitzen und reden.
Da ich wieder hemmungslos zu spät kam, hatte ich ungefähr 15 Minuten um zu essen und dann ging es schon ans große Verabschieden. 
Joy drehte sich doch wirklich um und meinte mit einer leicht weinerlichen Stimme, dass es doch jetzt leider Zeit zum Verabschieden sei. Wie man sicherlich merkt fiel mir das ganze nicht sonderlich schwer ich fand es nur mal wieder toll, wegen 15 minuten ca. 2 Stunden durch halb Massachussets zu düsen. Nun ja das wars erstmal mit Joy...



Nun ja allerdings gibt es ein paar Probleme im Bezug auf meine Gastfamilie und die Organisation. Denn da meine Gatfamilie vor mir ein AuPair für 6 Wochen hatten zählt das Jahr für meine Gastfamilie von eben letztem Juli an.  Joy meinte nur, dass Audra entweder für die letzten 2 Monate noch einmal unmengen an Geld bezahlt oder ich mir für den Rest eine neue Gastfamilie suche. Ist schon nett wenn man merkt wie Joy doch um das Wohl von jedem besorgt ist... ; )

Ach das habe ich glaube noch gar nicht erzählt:
Wir haben jetzt ein gelbes Kajak in der Garage stehen. Da wir das Wasser ja wirklich direkt vor der Haustür haben wird dann im Sommer immer fleißig in der Plymouth Bay rumgepaddelt.
Na wenn ich da an unseren Campingurlaub vom letzten Jahr denke... nun ja wir werden sehen.
Aber lustig wird es ganz bestimmt.

So und an dieser Stelle möchte ich noch einmal nach San Francisco zur Nikola winken. Diese hat sich nämlich ganz besonders darum bemüht, dass dieser Eintrag zu Stande kommt.
; )

Sonntag, 19. April 2009

Ostern und ein Tag am Strand

Ostern in Amerika ist... also nennen wir es einmal gewöhnungsbedürftig.
Wie erwartet wurde alles mal wieder ein bisschen übertrieben. Denn am Abend vor Ostersonntag mussten alle "kleinen" Osternester fein eingepackt und alle Eier versteckt werden.
Das klingt ja eigentlich ganz normal... NEIN denn die Eier sind aus Plastik und entweder mit Süßigkeiten oder kleinem Spielzeug gefüllt. Und natürlich wurden die Kinder mal wieder mit Geschenken überschüttet, für die Jungs jeweils eine Digitalkamera, für Amanda eine Barbie und dann noch für jedes Kind ein Spiel. Ich war mehr als geschockt, als Audra fragte ob sie noch Geld in ein paar Plastikeier füllen soll. Als Bradley dann am nächsten morgen ziemlich angesäuert nach ein bisschen Geld gefragt hat. 
Ich habe einfach nur die toll gefärbten, hartgekochten Eier, die im Garten versteckt werden vermisst und die dazugehörige Ostereierjagd mit meiner Schwester.
Allerdings retteten die Ostereier, die meine Mama über die Anna zu mir geschickt hat, mein Ostern ein kleines bisschen.

Ansonsten verlief die Woche ganz ruhig... bis Freitag Abend, denn zum ersten Mal kam Franzi aus Boston mich besuchen.
Wir entschieden uns für Kino am Freitag. Also auf zur Mall. Wir haben "17 again" gesehen. Der Film war ganz lustig, halt mal wieder eine seichte, amerikanische Komödie.

Der Samstag begann mit ausschlafen... und dann stand auch schon Alexander in meinem Zimmer um uns freudig mitzuteilen, dass es doch jetzt Zeit wäre zum Kindergeburtstag seines Freundes zu gehen. Danach waren wir wach, gut man müsste eventuell erwähnen, dass es bereits halb elf war. 
Und dann zum ersten mal...Breakfast at the Beach
Ich habe schnell ein paar Muffins, Erdbeeren und noch ein bisschen anderen Frühstücksspaß gepackt. Der Strand ist wirklich fast direkt vor der Haustür, also muss das auch genutzt werden.
Natürlich mussten wir unser tolles auf-einem-Stein-am-Long-Beach-Frühstück auch auf einem tollem Bild festhalten. Das stellte sich dann allerdings wieder als schwieriger heraus, denn es mussten nicht nur die Franzi und die Berit sondern auch das komplette kleine Picknick UND das Meer drauf. Also musste die Franzi mal mit ein paar Steinen kuscheln um das tolle Bild hinzubekommen.

                                             und so sah dann das fertige Ergebnis aus:

Und weil das Wetter dann doch ganz toll war und sich schon die ersten mutigen Kinder in die Fluten gestürzt haben, sind wir wenigstens ein bisschen barfuß durchs Wasser gelaufen. Bis wir dann noch irgendwo ein tolles Plätzchen im Sand gefunden haben.
Zurück ging es dann gleich über die große aufgereihte Steinreihe um noch schnell der Franzi die Mayflower zu zeigen nun a und als wir dann mit allen Outdoor-aktivitäten fertig waren, ging es noch einmal in die Mall. Und was soll ich sagen es war ein toller Tag einfach nur zum in die Luft springen : )



Diese Woche wird der Parkettboden in der Küche neu versiegelt und was macht man da? Richtig, man fährt erst mal eine Woche mit Sack und Pack in den Urlaub. Und deswegen geht es für Audra, die Kinder und mich nach Salem, nördlich von Boston. Ich habe absolut keine Ahnung was mich erwartet... 



Samstag, 4. April 2009

Endlich Besuch!

Am Donnerstag den 26.03 war es endlich so weit... nach genau 28 Wochen in Amerika sollte ich das erste mal Besuch aus Deutschland bekommen. Ich war ja soooo aufgeregt und bin an diesem Tag wirklich Punkt 6.30 Uhr aus dem Bett gesprungen.

Kurz bevor ich mich auf den Weg zum Flughafen gemacht habe, hab ich im Internet noch einmal schnell nach Annas Flug geschaut... Und da stand es... Ankunft voraussichtlich 4.15 pm. Na toll fast eine ganze Stunde später als geplant. Aber nicht desto trotz ging es von Kingston zur South Station und von dort zum Logan International Airport. Ich hab mich dann also mit Boston Creme Donut und tollem großen, selbstgebastelten, bunten ANNA Schild in den Wartebereich gesetzt und gewartet. Und nach einem Weilchen wurde der Flug gegen 3.55 pm als gelandet angezeigt. Jetzt weiß ja die Berit, dass man in Amerika nicht so einfach aus dem Flieger springt, sich einen Stempel holt und dann samt Gepäck in die Ankunftshalle marschiert. Nein man stellt sich in eine sehr lange Schlange und wartet wartet wartet bis ein manchmal netter Beamter den Pass und alles durchsucht und einen mit fragen löchert. Und aufgrund dieses Wissens hatte ich nicht vor mich vor 4.20 pm in Richtung Begrüßungsarea (oder wie man das auch immer nennen mag) zu begeben.

Ich sitze also einfach nur rum und beobachte alle anderen Menschen und träume schon von meiner eigenen Flughafen-begrüßungs-Szene im September, als ich auf einmal meinen Namen höre und es war... ANNA. Ich habs versaut! Dieser blöde Flug landete schon eine halbe Stunde eher und ich war nicht vorbereitet. Nach fast 5 minütigem Umarmen hatten wir uns dann beide aber wieder beruhigt.
Billig-Prinzenrolle gegen Amerika-Donut. Herrlich!!!


Dann haben wir uns erst einmal auf den Heimweg gemacht. Zu Hause angekommen ist Boo erstmal total ausgeflippt und Anna hat die Herzen von Bradley und Alexander im Sturm erobert.

Für Freitag stand Boston auf dem Programm. Wir haben uns für eine Duck-Tour entschieden. Also schnell Karten gekauft und hinein in unser lila Gefährt.
Und nachdem wir dann alles von Bostons Straßen aus bestaunt haben ging es einfach mal so in den Charles River hinein. Denn vom Wasser aus hat man schließlich auch eine gute Sicht.
Und da wir dank des Duck-Tour Tickets günstiger ins Bostoner Science Museum gehen konnten, wurde das kurzerhand noch schnell in unseren engen Zeitplan gequetscht. Es war ganz lustig aber irgendwann hats auch gereicht und wir haben uns wieder auf den Heimweg gemacht.

Denn Samstag morgen hieß es erst einmal packen für New York City. Gegen mittag machten wir uns auf um noch einmal Boston zu erkunden. Wir haben uns von American Eagle zu Urban Outfitters und Abercrombie&Fitch gekämpft und haben das getan, was wir doch am besten können... shoppen.
Nicht gerade der cleverste Tag aber egal.

Die Fahrt zum Hostel, in dem wir die Nacht zum Sonntag verbracht haben, gestaltete sich dann schon ein bisschen schwieriger. Die Haltestelle, an der wir aussteigen wollten kam einfach nicht... nach einer ganzen weile sind wir dann einfach ausgestiegen und haben uns durchgefragt. Man hätte ja einfach mal nachdenken können, dann hätten wir vielleicht auch rausgefunden, dass sich die Church Street in der Nähe von 2 großen Kirchen befindet. *hust*
Aber im Hostel gings weiter. Nach sämtlichem Einchecken wurde uns unser Schlüssel gegeben. Aus irgendeinem Grund hab ich ein paar Probleme mit den Zahlen gehabt und bin mit dem Schlüssel für Zimmer 39 geradewegs auf Zimmer 34 zugelaufen. Die Anna hatte überhaupt keine Chance irgendetwas zu sagen. Natürlich wundere ich mich auch noch warum sich dieser blöde Türknauf nicht bewegt. Aber nach ein bisschen Gewalt und rütteln ging die Tür auf einmal auf. Tadaaa!
Naja den ganzen Fehler haben wir bemerkt als wir die besagte Tür einfach nicht mehr aufbekommen haben und der nette Mensch uns helfen musste. 
Was dieser Mensch gedacht hat, wollte ich auch lieber nicht wissen. Zum Glück sind wir am Sonntag morgen halb 6 schon wieder los.
Denn es ging zum Bus der uns pünktlich um 12 Uhr in New York absetzte. Und sofort wurde ich zurück versetzt in diese abartig kalte Silvester Nacht... aber diesmal ging es mit der Kälte und die Sonne hat auch fast geschienen.
Da das Wetter jetzt nicht soooo toll war sind wir erst mal ins Hostel gefahren um unseren ganzen Kram abzugeben. Und danach stand mal ein bisschen Kultur auf dem Programm, denn was macht man an einem verregneten Sonntag Nachmittag? Richtig man geht ins Museum.
Wir entschieden uns für das American Museum of Natural History. 


Dann noch ein bisschen auf der 5th Avenue langschlendern und zurück ins Hostel. Auch dort hatten wir mal wieder Türprobleme. Die Zahlen stimmten, nur konnte uns das Schloss dieses mal nicht leiden. Naja nach ewigem hin und her rennen und nachfragen hat uns dann eine Angestellte aus dem benachbarten! Hostel geholfen.
Den Stadtplan auf dem Bett ausgebreitet und besprochen was wir uns am nächsten Tag alles ansehen wollen und schon ging es ins Reich der Träume.

Denn am Montag hieß es extreme-sightseeing.
Nach einem kleinen Frühstückchen bei Starbucks ging es mit der tollen Subway eimal bis an den Südzipfel Manhattans. Von dort aus nahmen wir die Staten Island Ferry. Wir haben den ganzen Spaß am Neujahrsmorgen zwar schonmal gemacht, aber so einfach und günstig bekommt man die Statue of Liberty und die Skyline von Manhattan einfach nicht zu  sehen.
Dann zur Wall Street, Ground Zero und zum Empire State Building. Zwar konnten wir dank unserer online gekauften Tickets eine der drei Schlangen überspringen, warten mussten wir trotzdem ewig und ganz oben sind wir dann fast weg gepustet worden. Aber die Aussicht war grandios. 
Nun da die Füße schon etwas schwerer wurden und der Magen sich meldete wurde kurzerhand Pause gemacht. Das SCHWARZBROT! aus Deutschland ausgepackt und mittag gegessen.
Hinterher mussten wir noch einmal die 5th Avenue entlang, denn die liebe Anna hat am Montag morgen einfach die gesamten Bilder von ihrer Speicherkarte gelöscht.
Jetzt weiß sie auf jeden Fall, dass man nicht ohne weiteres "OK" bei "Karte formatieren?" drückt : )
Also um wie gesagt alle Bilder wieder zu bekommen mussten wir noch einmal 5th Ave und Times Square abarbeiten...
Von dort aus ging es zur Grand Central Station und zum UNO Gebäude. Dort waren wir dann aber schon soooo erledigt, dass wir uns einfach nur bis zur nächst besten Parkbank schleppen konnten. 
So ca. 30 min später haben wir kurzerhand den Bus zurück genommen und am Central Park ausgestiegen. Sehr sehr toll dort. Ich fande es wirklich schade, dass wir nicht mehr Zeit hatten.

Der Dienstag war eigentlich nicht ganz so spektakulär, aufstehen, frühstücken und in Bus zurück nach Boston.
So jetzt aber erstmal genug geschrieben, hier kommen die Bilder :






Ich war auch noch am Mittwoch voller Tatendrang und wollte Anna Plymouth zeigen... aber Nein... sie wollte nicht.
Ich möchte jetzt hier nicht so tun als ob sie ein Welt-Highlight verpasst hätte, aber Plymouth ist eine schnuckelige kleine Stadt.
Wir sind stattdessen mal schnell die 10 min bis zum Long Beach gelaufen. Leider war das Wetter mal wieder nicht sooo der Hammer, aber ein Strand ist für mich sowieso bei fast jedem Wetter schön.
Anna hat auch einige Veränderungen im Leben unseres Hundes zu verantworten... denn dank ihr, kam er das erste mal seit einer wirklich langen Zeit mal wieder vor die Tür. Nicht immer nur in den Garten, irgendwo haben wir eine Leine hervorgewühlt und los ging es.
Dieser Arme Hund ist so etwas ja leider überhaupt nicht gewöhnt, also hat er uns nur durch die Gegend gezogen und war total überwältigt von den ganzen neuen Eindrücken.
Aber ich war mit ihm jetzt auch schon ein paar mal unterwegs.
Am Mittwoch Abend wurde zum ersten mal die Deutsche Kochkunst unter Beweis gestellt. Es gab original Bambes mit Apfelmus!
Herrlich, die Kinder und der Rest der Familie war jetzt nicht so begeistert, aber das war kein Problem, denn so blieb mehr für mich und Anna : )

Am Donnerstag hieß es dann leider schon wieder Abschied nehmen. Ich habe Anna wieder zum Flughafen gebracht und wir haben noch ein bisschen Spaß gehabt.
Ja und dann die letzte Umarmung... da waren wir noch ganz tapfer aber später sind wir beide ein bisschen zu traurig geworden und ein paar Tränen sind gekullert.
Aber in 5 Monaten und 2 Tagen seh ich sie ja schon wieder... wie natürlich auch alle anderen.
Aber diese Zeit dahin werde ich noch voll ausnutzen.
Alles in allem hatte ich eine wundervolle Zeit mit Anna und auch meine Familie hat sich total in sie verliebt, Alexander fragt immer noch ob es ihr jetzt wieder besser geht (sie hatte eine kleine Erkältung am letzten Tag)

In 2 Wochen haben die Kids Ferien und wir müssen aus dem Haus raus, da der komplette Parkett-Fußboden in der Küche neu versiegelt wird. Na mal sehen wo es uns da hinverschlägt.

Auf Ostern bin ja auch schon sehr gespannt. Mir wurde es so beschrieben: Plastikeier im Garten suchen und dann Osternester mit kleinen Geschenken im Haus.
Die Bedeutung von klein muss ich allerdings noch rausfinden.

Ach ja und da ich glaube noch nicht einmal richtig über die Absurditäten des amerikanischen Alltagslebens geschrieben habe ich diesen Part gleich mal an Anna abgetreten.
Also zum ersten mal ein Gastschreiber auf meinem Blog:

Da ich (Anna) das erstemal in den USA war, sind mir auch gleich einige Kuriositäten aufgefallen...es gibt keine normalen Türklinken wie bei uns, sondern Knaufe zum Drehen. Die stellen aber nicht so ein Problem dar wie das pergamentartige Klopapier, bei dem sich erstmal überlegen muss ob nun Falten oder Knüllen besser und schneller ist! Und da wir einmal auf der Toilette sind, gehts auch gleich mit der Klospühlung weiter: das sind alles solche Vakuumspühlungen, so wie wir sie von Zugtoiletten und Bussen kennen. Eine sehr sehr komische Sache, aber man gewöhnt sich an alles.

Weiter gehts in den Supermarkt...am Eingang steht ein Regal mit Scannern, die man sich mit nehmen kann und dann alles selbst einscannt was man in den Wagen legt. An der Kasse gibt man dann den Scanner ab und bezahlt, ohne dass nochmal von der Kassiererin kontrolliert wird. Da kann man doch übelst bescheißen, oder? Aber ich fand's lustig mit dem Scanner durchs Geschäft zu rennen. Ach ja, in Fashionstore kann man auch nicht einfach so in die Umkleide gehen. Nein, man muss seine Bügel mit Hosen, T-shirt, etc. erstmal dem Umkleiderverantwortlichen geben, der dann für einen eine freie Kabine sucht und findet. Dann legt er die Sachen rein und wünscht dir viel Spaß!!! Als ob ich nicht selbst schauen kann wo was frei ist...aber alle sind wirklich sehr freundlich!

Was mir erst nach 2 Tagen aufgefallen ist, dass man niemanden mit Zigaretten in der Öffentlichkeit sieht. Nur auf der Wall Street in New York sind die Börsenmakler mit Kippe im Mund auf der Straße rumgerannt. Das finde ich persönlich aber total toll, zu mal keine Kippenstummeln auf der Straße liegen. Generell ist es in den Städten, also Boston und New York die ich gesehen habe, sehr sauber. Ich hatte mir es doch sehr dreckig vorgestellt und war überrascht. Allerdings laufen auch immer Reinemachleute rum, aber so viel haben die gar nicht wegzumachen.

Als wir in New York auf der 5th Ave langgeschlendert sind überkam mich der Hunger und ich hatte noch einen Apfel dabei. Und wie ich so überm Essen war, kam ich mir irgendwie komisch vor. Ich glaube, wäre der Apfel ein Burger gewesen, hätte ich mich nicht so beobachtet gefühlt...hab dort nie jemanden obstessend gesehen. Aber in Berits Gastfamilie gab's auch Erdbeeren, Melone und Salat! Es sind auch nicht alle so fett wie man sich das so vorstellt. Eigentlich ganz normal so wie hier...Dicke und Dünne!

Dienstag, 24. März 2009

Gute Nachrichten...

Ich vermisse die Sonne, die Wärme, die Inseln... einfach alles!
Und trotz des Frühlingsanfangs am vergangenen Samstag fehlt hier ein bisschen das richtige Wetter. Es scheint zwar die Sonne, was immerhin schon einmal etwas ist, aber so die etwas wärmeren Temperaturen bleiben noch aus. 

Seit wir wieder das sind ist wirklich nicht viel passiert.
Arthur hatte vorletzten Samstag Geburtstag, der erste normale Erwachsenen Geburtstag. Meiner wurde ja besonders gefeiert weil es der erste Geburtstag in Amerika war. Also wurde für Arthur keine große Party geschmissen, aber ein Kuchen musste schon sein, diesen Part habe ich diesmal übernommen und ich muss sagen... es ist mir auch ganz gut gelungen.
Und weil wir einmal bei Geburtstagen sind... Heute wurde angefangen über Bradleys Party zu sprechen... Er hat im August!

Da auch Audras Vater, Neffe und der Mann ihrer Nichte vor nicht allzu langer Zeit ein Jahr älter wurden ging es letzten Samstag zu Audras Schwester Michelle zum feiern.
Ihr Mann Paul hat einfach alle von Hühnchen, über Burger, Sausages, Hot Dogs und Steak auf den Grill geschmissen und gegrillt wie ein Weltmeister... 

Danach wieder im allgemeinen Zusammensitzen Geschenke auspacken und Kuchen verdrücken.

Am Sonntag hieß es dann für mich mal wieder auf zum Cluster Meeting. Um das letzte hatte ich mich dank der Kreuzfahrt glücklicherweise gedrückt. In Milford habe ich dann nach ewigen Zeiten mal wieder Bowling spielen müssen. Ich bin ein Glücks-Bowler... also es geht gleich in diese Seitenrinne oder es wird mit ganz viel Glück ein Strike. Naja und an diesem Sonntag hat es ganz besonders gut geklappt und ich hab Joy mit meinem letzten Versuch überholt.
Und danach kam Joy raus mit der Sprache...
Sie gibt Matias und mir den Trauer-Blick und verkündet, dass dies wohl ihr letztes Cluster Meeting sein wird da ihr Leben zur Zeit zu stressig ist und sie ihre Tätigkeit als Local Coordinator aufgeben wird.
In diesem Moment hat die Sonne geschienen, Engel haben gesungen und ich hätte am liebsten gestrahlt von einem Ohr zum anderen.
Ich hab ihr den Trauerblick zurückgegeben war aber zu glücklich zum heucheln... das hat Matias übernommen.
Ja Ja da wars das also mit der Joy. Ich konnte diese Frau wirklich überhaupt nicht leiden...

Ach ja und am Sonntag den 8. März hatte ich Bergfest. Ja die Hälfte ist geschafft. Ja und ich muss sagen, diese Zeit ist einfach nur weg geflogen.
Mal sehen wie das jetzt mit der anderen Hälfte klappt.

So und am Donnerstag stell ich mich dann erst mal an den Flughafen und hole Anna ab.
Jaha ich bekomme zum ersten mal Besuch aus Deutschland. Mit Anna war ich schon in der Sächsischen Schweiz zum Kletter-Aktiv-Urlaub und jetzt kommt sie hierher!!!
Ich freu mich soooo sehr.
Dann zeig ich ihr ein bisschen Boston, Pymouth und New York denn genau dort geht es am Sonntag für 2 Tage hin. Diesmal habe ich allerdings ein Hostel gebucht, denn nochmal die ganze Nacht durch New York laufen und wach bleiben wäre nicht das schlauste gewesen.

Sonntag, 8. März 2009

Einmal Paradies und wieder zurück!

Die letzten 2 Wochen waren einfach traumhaft, 12 Tage Kreuzfahrt durch die Karibik,6 Inseln, jede menge Sonne, Palmen, Strand und Wärme. Aber der Reihe nach:

Wir starteten am Freitag den 20.2, natürlich wieder mal mit viel zu viel Verspätung, auf unsere große Reise. Nachdem wir noch schnell den Hund bei der Oma abgegeben haben hatte auch ich wieder etwas mehr Beinfreiheit und konnte die restlichen 4 Stunden fahrt auch ein bisschen mehr genießen. Für meine Gastfamilie war das die erste große Urlaubsreise seit 5 Jahren. Dementsprechend aufgeregt waren wir alle und ich ganz besonders, denn die Sonne und das warme Wetter habe ich nach diesem schrecklich langen Winter sehr vermisst. Das Auto war Gepackt bis obenhin. Der Hafen befand sich in Bayonne, ganz in er Nähe von New York City, also wurde beschlossen sich einfach noch ein bisschen die Stadt anzusehen. So gegen Neun Uhr sind wir dann auch endlich in unserem Hotel ( ein Hilton) neben dem Newark Airport angekommen. Dann wurden auch so gleich unsere 2 Zimmer bezogen. Wir hatten jeweils nur 2 Doppelbetten und da die Kinder auf keinen Fall ein Bett teilen wollten musste immer ein anderes Elternteil sich den nächtlichen Tritten und Schlafgeräuschen hingeben.
Am Samstag konnte sich nicht so richtig entschieden werden was wir denn jetzt eigentlich unternehmen wollen, nach langem Hin und Her wurde sich für die Besichtigung der Freiheitsstatue entschieden. Ich hab innerlich Luftsprünge gemacht, denn da war ich ja schließlich noch nicht. Also wurde das Ganztagesticket für die Fähre gekauft und los ging es. Als erstes waren wir auf Ellis Island, über diese Insel mussten alle Einwanderer aus Europa. Da waren dann auch überall diese Computer aufgestellt, wo man nachsehen konnte ob und welche Familienmitglieder woher kamen. Und Arthur hat promt mal seine Großmutter gefunden.
Danach ging es dann, wieder mit der Fähre zu Liberty Island... Ich hab die Freiheitsstatue ja schon mal im vorbeifahren gesehen, aber dann so richtig dahinter ( ja wir haben uns quasi rangeschlichen) zu stehen war viel toller. Und weil wir einmal dort waren sind wir natürlich auch mal hineingegangen. Doch bevor das innere betreten konnten mussten wir erst mal wieder zum Security Check. Sehr seltsam war diesmal, dass man nicht nur durch so einen Rahmen laufen musste. Man musste in der Mitte stehen bleiben und wurde dann mit jeder Menge Krah angeblasen. Keine Ahnung für was das gut war. Auf der Treppe bemerkte ich das Audra irgendwie seltsam läuft, oben angelangt erklärte sie mir dann, dass sie ganz schreckliche Höhenangst hat, es vor den Kindern aber nicht zeigen will um die nicht zu traumatisieren. Da man seit dem 11. September nicht mehr bis zur Fackel steigen kann mussten wir den Ausblick vom Sockel, auf dem die Statue steht, genießen. Aber ich glaube ich hätte Amanda auch keine Stufe weiter tragen können. Aber der Ausblick entschädigte für alle Treppen...
Dann noch schnell sämtliche Beweisbilder gemacht und schon hieß es wieder zurück ins Hotel.

So und am Sonntag den 22.2 um 1 pm hieß es dann endlich "All aboard". Und bevor man überhaupt erst mal in die Nähe des Schiffes kommen konnte hieß es erst mal Schlange stehen.
Die erste war schon gleich an der Einfahrt zu Cape Liberty in Bayonne. Dort haben wir aber das Schiffchen das erste mal gesehen. So ein Riesenteil.
Die "Explorer of the Seas" gehört zur Kreuzfahrtlinie Royal Caribbean und wenn ihr euch das Prachtteil jetzt mal ansehen möchtet dann schaut doch einfach mal hier nach:http://www.royalcaribbean.com/multimedia/virtualTour/ship.do;jsessionid=0000Z3Mg134geOK1zdls9wagK4d:12hdhubrs?shipClassCode=VY

Einfach auf einen Teil des Schiffsgehen, dann bekommt ihr den Rundumblick ; )
Dann wurde von einem schrecklich entnervten Mann unser Gepäck aus dem Kofferraum gezerrt , mit Aufklebern versehen und auf einen anderen großen Wagen geworfen. Danach hieß es wieder anstehen, diesmal wurden auch schon die Pässe das erste Mal kontrolliert. Danach Security Check und dann wieder Schlange stehen. Diesmal wurden wir aber schon geteilt. Denn Menschen, die eine Suite gebucht haben durften sich schonmal an einer gesonderten und viel kürzeren Schlange anstellen. Diese Menschen waren allesamt jenseits der 50 und wurden sogar mit einem Glas Sekt empfangen. Irgendwann konnten wir dann aber auch einchecken und ich habe als nicht amerikanischer Staatsbürger gar nicht so viele Probleme gemacht wie ich dachte. Sie brauchten nur eine Kopie meines Passes. Danach haben wir alle unsere SeaPass Card bekommen. Dann nur noch schnell in einen Bus gestiegen,wir wurden die 200 Meter im Regen zum Schiff gefahren. Und dort nur noch einmal kurz warten und dann konnten die "Explorer of the Seas" das erste mal betreten werden.

Wir hatten wieder 2 miteinander verbundene Zimmer, nur waren die viel kleiner als ich mir das vorgestellt habe. Nach einem schnellen Lunch mussten wir zur ersten Pflichtveranstaltung: der Rettungsübung. Der Alarm wurde ausgelöst und wir mussten alle mit unseren Schwimmwesten und Jacken bekleidet zu unseren jeweiligen Stationen rennen. Ach war das ein Spaß:

So saßen wir dann also ca. eine halbe Stunde in unserem Dining Room und haben den Menschen zugeschaut was wir wann wie machen müssen.
Dann noch schnell die Jungs im Kids Club eingeschrieben ( dieser Kids Club hat diesen Karibik-Arbeits-Trip für mich in einen Urlaub verwandelt) und schon mussten wir uns zum ersten mal zum Dinner fertig machen.
Unsere Kellner Dean und Maxson haben uns hochmotiviert begrüßt und jeden Wunsch von den Augen abgelesen. Nein so wars nicht... ich wollte nur ein bisschen die 5*Traum- Restaurant Atmosphäre beschreiben.


Unseren ersten Tag auf See möchte ich lieber wieder vergessen... Ich wurde Seekrank. So wie mir ging es allerdings auch vielen anderen Menschen, denn das Wartezimmer des Schiffarztes war am überlaufen. Die Medizin gegen Seekrankheit stand aber schon in einer Box bereit. Die konnte man sich also einfach wegnehmen. Audra und ich versuchten uns durch laufen ein bisschen abzulenken, doch irgendwie wurde es nur schlimmer. Ein Crew Mitglied hat uns den Tip gegeben grüne Äpfel zu essen, das würde helfen... außer Audras Brechreiz hat das aber nichts gewirkt. Nach einem Mittagsschlaf und einem eher ruhigen Tag konnten wir uns dann aber alle fertig machen, fürs erste Formal Dinner an Bord. Das war überhaupt unsere einzige Sorge während dieser Kreuzfahrt: rechtzeitig zum Dinner fertig werden, denn man musste sich um rein gar nichts kümmern. Ich war ja noch mal kräftig shoppen vor unserer Abreise, das hatte sich auch gelohnt. Andere allerdings sind rumgelaufen also hätten sie noch nie einen Spiegel benutzt. Naja alle haben ihren Teil gedacht...
Am nächsten Tag konnte man sich endlich ohne Strickjacke oder ähnliches bewegen es wurde wärmer. Auch sehr witzig war, dass ab dem 2. Tag wirklich jeder in Sommersachen rumgelaufen ist, obwohl es draußen noch Saukalt war. Und wir mussten das erste mal Uhren umstellen. Wir befanden uns nämlich schon in Atlantic Standard Time. Nachdem ich mit Amanda bei ihrer Spielgruppe war bin ich das erste mal ein bisschen an Deck rumgelaufen. Dort habe ich dann eine Felskletterwand, eine Minigolfanlage, ein Basketballfeld, 4 verschiedene Pools, eine Inline Skate Park und die Eislaufbahn entdeckt. Zu dieser sind wir dann am Nachmittag gleich mal gegangen. Die Eisshow Blade stand auf dem Programm. Mir haben die ganzen Schlittschuhläufer schon sehr leid getan, denn die Bahn war nicht wirklich groß, aber trotzdem war es richtig toll.

Am Mittwoch ging es für uns in den ersten "Port of call" San Juan, die Hauptstadt Puerto Ricos. Wir sind die wenigen Schritte bis zum Fort San Christobal gelaufen und haben von dort die grandiose Aussicht über die Küste genossen. Ich glaube das Fort wurde gebaut um entweder die Insel vor den Spaniern oder Engländern zu schützen, ich weiß gar nicht mehr so genau. 

Am Donnerstag ging es zu unserer ersten gebuchten Tour nach Charlotte Amalie in St. Thomas. St. Thomas ist Teil der amerikanischen Jungferninseln. Bevor es allerdings von den Engländern gekauft wurde gehörte es zu Dänemark und der Name der dänischen Königin war Charlotte Amalie. Zuerst einmal ging es mit unserem Island-Explorer-Taxi zum "Beacons Point" hier wurde uns schon versichert, dass das der schönste Aussichtspunkt über die Insel sei, naja jedes mal wenn der Fahrer wieder anhielt war der Ausblick immer noch ein bisschen besser.
Unser nächster Stop war " Magens Bay" einer der Top Ten Strände dieser Welt und dort ist es dann geschehen... 31 Grad im Schatten, türkises Wasser, Palmen und Sonne... ich wollte dort bleiben. Ich habe mir auch schon Haus und Boot gesucht...
Als wir uns dann leider wieder verabschieden mussten sind wir noch in ein seltsames Piratenschloss gegangen und dann schon wieder zurück zum Schiff.





Der nächste Strand in St. Maarten war genauso paradiesisch wie der in St. Thomas.
Philipsburg, St. Maarten hieß unser nächster Zielhafen auf dem niederländischen Teil der Insel.
Mit Wassertaxi gings zum Strand und dort haben wir dann den Vormittag verbracht. Die Menschen am Strand waren so aufdringlich und wollten einem ständig für irgendwelchen Mist das Geld aus der Tasche ziehen. Aus irgendeinem Grund hatte die Sonnencreme in St. Thomas nicht gewirkt und so war ich dann doch ganz
verbrannt und habe mich spontan bereit erklärt mit Amanda auf dem Schiff zu bleiben, damit sie schlafen konnte ( Wie selbstlos ; ))

An diesem Abend begaben sich Audra und ich mal wieder ins Palace Theatre, ja ein Theater gabs auch an Bord, um uns die Show der Royal Caribbean Singers & Dancers anzusehen.
Jeden Abend war eine andere Show an Bord. Meistens waren 2 Vorstellungen, so konnten Audra und Arthur zur ersten Show gehen und Ich war mit den Kindern in der Kabine und dann ist meistens nochmal einer mit mir in die Show gegangen. Und das waren jetzt nicht nur irgendwelche schlecht gemachten Singereien. Die Sänger kamen allesamt vom Broadway und die Tänzer hatten es auch wirklich drauf. An einem anderen Abend kam ein Jongleur, dann hatten wir 2 Comedy Shows, verschiedene Bands und so ein Klaviespielender Mann, der 2 Jahre eine Show in Las Vegas hatte, also nicht schlecht.
Was allerdings eine Kreuzfahrt wirklich ausmacht ist das Essen. Es ist möglich rund um die Uhr essen zu bekommen. Im Windjammercafe war ständig ein Buffet geöffnet und im Dining Room wurde man zu allen Mahlzeiten bedient. Na da versteht sich doch von selbst, dass wir Treppen gestiegen sind anstatt den Fahrstuhl zu nehmen.

In Rouseau der Hauptstadt Dominicas sind nur Audra und ich von Bord gegangen. Leider war das nicht unbedingt die Traumgegend, denn das Viertel am Hafen hat gezeigt das Dominica ein sehr armes Land ist, wir sind dann einfach ein bisschen in der gegend herumgestromert und haben ein paar schöne alte Kirchen und  in einem Hinterhof einen Wasserfall entdeckt. Allerdings war die Landschaft von Dominica toll. In der Mitte der Insel befand sich ein Stück Regenwald und alle Berge waren üppig bewachsen und nicht wie in St. Maarten halb weggespült.



                                    

Am Sonntag besuchten wir Bridgetown in Barbados. Wir hatten mal wieder eine Tour quer über die Insel. Wir starteten unsere Tour in Barbados Harbor und sind von da aus mit einem Bus zu einem alten Plantagenhaus gefahren, danach ging es zu einer alten Kirche, in der allerdings gerade ein Gottesdienst abgehalten wurde und als letztes noch in eine Orchideenfarm.




Und leider ging es dann am Montag schon zu unserer letzten Karibikinsel... Antigua...
Als wir dort von der Gangway sind hat uns zum ersten eine Band empfangen... oh ja das das Urlaubsfeeling nochmal richtig herausgekitzelt.
Wir haben uns mit anderen Menschen auf unserem Schiff zusammengetan und sind mit einem Taxi nach "Dickinson Bay" gefahren. Mal wieder ein Traumstrand wie aus dem Kalender.
Nach diversen Einbuddelveruchen, Muschelsuchen und Strandspaziergängen hat es pünktlich zu unserem Abschied angefangen zu regnen... perfektes Timing würde ich sagen!







Und dann hieß es leider auch schon Abschied nehmen, von den tollen Inseln. Das Warme Wetter und die Sonne blieb uns noch ein bisschen erhalten... zum Glück. 
Von da an habe ich die Nachmittage so oft wie es ging am Pooldeck verbracht. Einmal wurden Arthur und ich von Audra gezwungen an der Pool-Olympiade teilzunehmen. Super, wir mussten im T-Shirt einmal durch den Pool schwimmen und dann das Shirt übergeben. Trotz meiner eher mittelmäßigen Schwimm-Schnelligkeit (ich war so schnell wie ein Frosch mit gebrochenen Beinen) hat unser Team gewonnen, die anderen hatten auch so einen Frosch, der ist aber nicht am Anfang geschwommen... Ätsch!




An der Dame links im Bild sieht man auch wie ca. 60 % der Gäste aussahen.

An den letzten beiden Tagen mussten Audra und ich dann noch einmal alles testen was an Bord so möglich war... Deshalb waren wir klettern, Inline skaten, Eislaufen und schwimmen unterm "Sternenhimmel"





Am letzten Abend wurde jedem einzelnen der Abschied nochmal richtig schwer gemacht. Die große Abschieds-Show stand an. Doch zuvor haben wir noch unserem Zimmermann ( er war ja kein Mädchen) Garnett, aus Trinidad, Dean unserem Hilfskellner aus Jamaica und Maxson unserem Kellner aus Indien gedankt. Auch diese Menschen haben zu einem tollen Urlaub verholfen.

Ach ja und genauso abenteuerlich wie das Gepäck auf das Schiff kommt, geht es auch wieder runter... Alle Gapäckstücke mussten am Donnerstag Abend auf dem Flur stehen. Die wurden dann alle eingesammelt und irgendwo im inneren der Schiffes aufbewahrt. Am Hafen in New Jersey dann durchleuchtet und je nach Etikettenfarbe sortiert. Wir mussten solange auf dem Schiff warten bis unsere Farbe aufgerufen wurde dann noch schnell zur Passkontrolle, was bei mir wieder extra lang gedauert hat weil der Pass-Mensch noch wissen wollte wieso ich den Visum habe und ob es mir gefällt. Und dann haben wir das erste mal seit 2 Wochen wieder das nasse, kalte Amerikawetter erlebt. 
Die Heimfahrt verlief zum Glück ganz ruhig noch schnell den und abgeholt und alles war toll.
Um das ganze jetzt noch mal zusammenzufassen es war herrlich! 

Am Samstag hieß das große Tagesprojekt: " Besiege den Wäscheberg" dieser Haufen an Dreckwäsche war so groß wie Mount Washington und kaum zu bezwingen weil aus irgendeiner Ecke immer noch ein Koffer geholt wurde...

Am Sonntag bin ich mit den Jungs dann zum Strand gelaufen um ein bisschen auf den Steinen zu klettern und einfach nur zu spielen...





Auch ganz toll, die Amerikaner wollen besonders schlau sein und seit Samstag Strom sparen... also wurden hier einfach schonmal die Uhren umgestellt. Jetzt bin ich bis Ende März nur 5 Stunden von zu Hause weg.

So jetzt habt ihr erst mal wieder was zu lesen...