Sonntag, 8. März 2009

Einmal Paradies und wieder zurück!

Die letzten 2 Wochen waren einfach traumhaft, 12 Tage Kreuzfahrt durch die Karibik,6 Inseln, jede menge Sonne, Palmen, Strand und Wärme. Aber der Reihe nach:

Wir starteten am Freitag den 20.2, natürlich wieder mal mit viel zu viel Verspätung, auf unsere große Reise. Nachdem wir noch schnell den Hund bei der Oma abgegeben haben hatte auch ich wieder etwas mehr Beinfreiheit und konnte die restlichen 4 Stunden fahrt auch ein bisschen mehr genießen. Für meine Gastfamilie war das die erste große Urlaubsreise seit 5 Jahren. Dementsprechend aufgeregt waren wir alle und ich ganz besonders, denn die Sonne und das warme Wetter habe ich nach diesem schrecklich langen Winter sehr vermisst. Das Auto war Gepackt bis obenhin. Der Hafen befand sich in Bayonne, ganz in er Nähe von New York City, also wurde beschlossen sich einfach noch ein bisschen die Stadt anzusehen. So gegen Neun Uhr sind wir dann auch endlich in unserem Hotel ( ein Hilton) neben dem Newark Airport angekommen. Dann wurden auch so gleich unsere 2 Zimmer bezogen. Wir hatten jeweils nur 2 Doppelbetten und da die Kinder auf keinen Fall ein Bett teilen wollten musste immer ein anderes Elternteil sich den nächtlichen Tritten und Schlafgeräuschen hingeben.
Am Samstag konnte sich nicht so richtig entschieden werden was wir denn jetzt eigentlich unternehmen wollen, nach langem Hin und Her wurde sich für die Besichtigung der Freiheitsstatue entschieden. Ich hab innerlich Luftsprünge gemacht, denn da war ich ja schließlich noch nicht. Also wurde das Ganztagesticket für die Fähre gekauft und los ging es. Als erstes waren wir auf Ellis Island, über diese Insel mussten alle Einwanderer aus Europa. Da waren dann auch überall diese Computer aufgestellt, wo man nachsehen konnte ob und welche Familienmitglieder woher kamen. Und Arthur hat promt mal seine Großmutter gefunden.
Danach ging es dann, wieder mit der Fähre zu Liberty Island... Ich hab die Freiheitsstatue ja schon mal im vorbeifahren gesehen, aber dann so richtig dahinter ( ja wir haben uns quasi rangeschlichen) zu stehen war viel toller. Und weil wir einmal dort waren sind wir natürlich auch mal hineingegangen. Doch bevor das innere betreten konnten mussten wir erst mal wieder zum Security Check. Sehr seltsam war diesmal, dass man nicht nur durch so einen Rahmen laufen musste. Man musste in der Mitte stehen bleiben und wurde dann mit jeder Menge Krah angeblasen. Keine Ahnung für was das gut war. Auf der Treppe bemerkte ich das Audra irgendwie seltsam läuft, oben angelangt erklärte sie mir dann, dass sie ganz schreckliche Höhenangst hat, es vor den Kindern aber nicht zeigen will um die nicht zu traumatisieren. Da man seit dem 11. September nicht mehr bis zur Fackel steigen kann mussten wir den Ausblick vom Sockel, auf dem die Statue steht, genießen. Aber ich glaube ich hätte Amanda auch keine Stufe weiter tragen können. Aber der Ausblick entschädigte für alle Treppen...
Dann noch schnell sämtliche Beweisbilder gemacht und schon hieß es wieder zurück ins Hotel.

So und am Sonntag den 22.2 um 1 pm hieß es dann endlich "All aboard". Und bevor man überhaupt erst mal in die Nähe des Schiffes kommen konnte hieß es erst mal Schlange stehen.
Die erste war schon gleich an der Einfahrt zu Cape Liberty in Bayonne. Dort haben wir aber das Schiffchen das erste mal gesehen. So ein Riesenteil.
Die "Explorer of the Seas" gehört zur Kreuzfahrtlinie Royal Caribbean und wenn ihr euch das Prachtteil jetzt mal ansehen möchtet dann schaut doch einfach mal hier nach:http://www.royalcaribbean.com/multimedia/virtualTour/ship.do;jsessionid=0000Z3Mg134geOK1zdls9wagK4d:12hdhubrs?shipClassCode=VY

Einfach auf einen Teil des Schiffsgehen, dann bekommt ihr den Rundumblick ; )
Dann wurde von einem schrecklich entnervten Mann unser Gepäck aus dem Kofferraum gezerrt , mit Aufklebern versehen und auf einen anderen großen Wagen geworfen. Danach hieß es wieder anstehen, diesmal wurden auch schon die Pässe das erste Mal kontrolliert. Danach Security Check und dann wieder Schlange stehen. Diesmal wurden wir aber schon geteilt. Denn Menschen, die eine Suite gebucht haben durften sich schonmal an einer gesonderten und viel kürzeren Schlange anstellen. Diese Menschen waren allesamt jenseits der 50 und wurden sogar mit einem Glas Sekt empfangen. Irgendwann konnten wir dann aber auch einchecken und ich habe als nicht amerikanischer Staatsbürger gar nicht so viele Probleme gemacht wie ich dachte. Sie brauchten nur eine Kopie meines Passes. Danach haben wir alle unsere SeaPass Card bekommen. Dann nur noch schnell in einen Bus gestiegen,wir wurden die 200 Meter im Regen zum Schiff gefahren. Und dort nur noch einmal kurz warten und dann konnten die "Explorer of the Seas" das erste mal betreten werden.

Wir hatten wieder 2 miteinander verbundene Zimmer, nur waren die viel kleiner als ich mir das vorgestellt habe. Nach einem schnellen Lunch mussten wir zur ersten Pflichtveranstaltung: der Rettungsübung. Der Alarm wurde ausgelöst und wir mussten alle mit unseren Schwimmwesten und Jacken bekleidet zu unseren jeweiligen Stationen rennen. Ach war das ein Spaß:

So saßen wir dann also ca. eine halbe Stunde in unserem Dining Room und haben den Menschen zugeschaut was wir wann wie machen müssen.
Dann noch schnell die Jungs im Kids Club eingeschrieben ( dieser Kids Club hat diesen Karibik-Arbeits-Trip für mich in einen Urlaub verwandelt) und schon mussten wir uns zum ersten mal zum Dinner fertig machen.
Unsere Kellner Dean und Maxson haben uns hochmotiviert begrüßt und jeden Wunsch von den Augen abgelesen. Nein so wars nicht... ich wollte nur ein bisschen die 5*Traum- Restaurant Atmosphäre beschreiben.


Unseren ersten Tag auf See möchte ich lieber wieder vergessen... Ich wurde Seekrank. So wie mir ging es allerdings auch vielen anderen Menschen, denn das Wartezimmer des Schiffarztes war am überlaufen. Die Medizin gegen Seekrankheit stand aber schon in einer Box bereit. Die konnte man sich also einfach wegnehmen. Audra und ich versuchten uns durch laufen ein bisschen abzulenken, doch irgendwie wurde es nur schlimmer. Ein Crew Mitglied hat uns den Tip gegeben grüne Äpfel zu essen, das würde helfen... außer Audras Brechreiz hat das aber nichts gewirkt. Nach einem Mittagsschlaf und einem eher ruhigen Tag konnten wir uns dann aber alle fertig machen, fürs erste Formal Dinner an Bord. Das war überhaupt unsere einzige Sorge während dieser Kreuzfahrt: rechtzeitig zum Dinner fertig werden, denn man musste sich um rein gar nichts kümmern. Ich war ja noch mal kräftig shoppen vor unserer Abreise, das hatte sich auch gelohnt. Andere allerdings sind rumgelaufen also hätten sie noch nie einen Spiegel benutzt. Naja alle haben ihren Teil gedacht...
Am nächsten Tag konnte man sich endlich ohne Strickjacke oder ähnliches bewegen es wurde wärmer. Auch sehr witzig war, dass ab dem 2. Tag wirklich jeder in Sommersachen rumgelaufen ist, obwohl es draußen noch Saukalt war. Und wir mussten das erste mal Uhren umstellen. Wir befanden uns nämlich schon in Atlantic Standard Time. Nachdem ich mit Amanda bei ihrer Spielgruppe war bin ich das erste mal ein bisschen an Deck rumgelaufen. Dort habe ich dann eine Felskletterwand, eine Minigolfanlage, ein Basketballfeld, 4 verschiedene Pools, eine Inline Skate Park und die Eislaufbahn entdeckt. Zu dieser sind wir dann am Nachmittag gleich mal gegangen. Die Eisshow Blade stand auf dem Programm. Mir haben die ganzen Schlittschuhläufer schon sehr leid getan, denn die Bahn war nicht wirklich groß, aber trotzdem war es richtig toll.

Am Mittwoch ging es für uns in den ersten "Port of call" San Juan, die Hauptstadt Puerto Ricos. Wir sind die wenigen Schritte bis zum Fort San Christobal gelaufen und haben von dort die grandiose Aussicht über die Küste genossen. Ich glaube das Fort wurde gebaut um entweder die Insel vor den Spaniern oder Engländern zu schützen, ich weiß gar nicht mehr so genau. 

Am Donnerstag ging es zu unserer ersten gebuchten Tour nach Charlotte Amalie in St. Thomas. St. Thomas ist Teil der amerikanischen Jungferninseln. Bevor es allerdings von den Engländern gekauft wurde gehörte es zu Dänemark und der Name der dänischen Königin war Charlotte Amalie. Zuerst einmal ging es mit unserem Island-Explorer-Taxi zum "Beacons Point" hier wurde uns schon versichert, dass das der schönste Aussichtspunkt über die Insel sei, naja jedes mal wenn der Fahrer wieder anhielt war der Ausblick immer noch ein bisschen besser.
Unser nächster Stop war " Magens Bay" einer der Top Ten Strände dieser Welt und dort ist es dann geschehen... 31 Grad im Schatten, türkises Wasser, Palmen und Sonne... ich wollte dort bleiben. Ich habe mir auch schon Haus und Boot gesucht...
Als wir uns dann leider wieder verabschieden mussten sind wir noch in ein seltsames Piratenschloss gegangen und dann schon wieder zurück zum Schiff.





Der nächste Strand in St. Maarten war genauso paradiesisch wie der in St. Thomas.
Philipsburg, St. Maarten hieß unser nächster Zielhafen auf dem niederländischen Teil der Insel.
Mit Wassertaxi gings zum Strand und dort haben wir dann den Vormittag verbracht. Die Menschen am Strand waren so aufdringlich und wollten einem ständig für irgendwelchen Mist das Geld aus der Tasche ziehen. Aus irgendeinem Grund hatte die Sonnencreme in St. Thomas nicht gewirkt und so war ich dann doch ganz
verbrannt und habe mich spontan bereit erklärt mit Amanda auf dem Schiff zu bleiben, damit sie schlafen konnte ( Wie selbstlos ; ))

An diesem Abend begaben sich Audra und ich mal wieder ins Palace Theatre, ja ein Theater gabs auch an Bord, um uns die Show der Royal Caribbean Singers & Dancers anzusehen.
Jeden Abend war eine andere Show an Bord. Meistens waren 2 Vorstellungen, so konnten Audra und Arthur zur ersten Show gehen und Ich war mit den Kindern in der Kabine und dann ist meistens nochmal einer mit mir in die Show gegangen. Und das waren jetzt nicht nur irgendwelche schlecht gemachten Singereien. Die Sänger kamen allesamt vom Broadway und die Tänzer hatten es auch wirklich drauf. An einem anderen Abend kam ein Jongleur, dann hatten wir 2 Comedy Shows, verschiedene Bands und so ein Klaviespielender Mann, der 2 Jahre eine Show in Las Vegas hatte, also nicht schlecht.
Was allerdings eine Kreuzfahrt wirklich ausmacht ist das Essen. Es ist möglich rund um die Uhr essen zu bekommen. Im Windjammercafe war ständig ein Buffet geöffnet und im Dining Room wurde man zu allen Mahlzeiten bedient. Na da versteht sich doch von selbst, dass wir Treppen gestiegen sind anstatt den Fahrstuhl zu nehmen.

In Rouseau der Hauptstadt Dominicas sind nur Audra und ich von Bord gegangen. Leider war das nicht unbedingt die Traumgegend, denn das Viertel am Hafen hat gezeigt das Dominica ein sehr armes Land ist, wir sind dann einfach ein bisschen in der gegend herumgestromert und haben ein paar schöne alte Kirchen und  in einem Hinterhof einen Wasserfall entdeckt. Allerdings war die Landschaft von Dominica toll. In der Mitte der Insel befand sich ein Stück Regenwald und alle Berge waren üppig bewachsen und nicht wie in St. Maarten halb weggespült.



                                    

Am Sonntag besuchten wir Bridgetown in Barbados. Wir hatten mal wieder eine Tour quer über die Insel. Wir starteten unsere Tour in Barbados Harbor und sind von da aus mit einem Bus zu einem alten Plantagenhaus gefahren, danach ging es zu einer alten Kirche, in der allerdings gerade ein Gottesdienst abgehalten wurde und als letztes noch in eine Orchideenfarm.




Und leider ging es dann am Montag schon zu unserer letzten Karibikinsel... Antigua...
Als wir dort von der Gangway sind hat uns zum ersten eine Band empfangen... oh ja das das Urlaubsfeeling nochmal richtig herausgekitzelt.
Wir haben uns mit anderen Menschen auf unserem Schiff zusammengetan und sind mit einem Taxi nach "Dickinson Bay" gefahren. Mal wieder ein Traumstrand wie aus dem Kalender.
Nach diversen Einbuddelveruchen, Muschelsuchen und Strandspaziergängen hat es pünktlich zu unserem Abschied angefangen zu regnen... perfektes Timing würde ich sagen!







Und dann hieß es leider auch schon Abschied nehmen, von den tollen Inseln. Das Warme Wetter und die Sonne blieb uns noch ein bisschen erhalten... zum Glück. 
Von da an habe ich die Nachmittage so oft wie es ging am Pooldeck verbracht. Einmal wurden Arthur und ich von Audra gezwungen an der Pool-Olympiade teilzunehmen. Super, wir mussten im T-Shirt einmal durch den Pool schwimmen und dann das Shirt übergeben. Trotz meiner eher mittelmäßigen Schwimm-Schnelligkeit (ich war so schnell wie ein Frosch mit gebrochenen Beinen) hat unser Team gewonnen, die anderen hatten auch so einen Frosch, der ist aber nicht am Anfang geschwommen... Ätsch!




An der Dame links im Bild sieht man auch wie ca. 60 % der Gäste aussahen.

An den letzten beiden Tagen mussten Audra und ich dann noch einmal alles testen was an Bord so möglich war... Deshalb waren wir klettern, Inline skaten, Eislaufen und schwimmen unterm "Sternenhimmel"





Am letzten Abend wurde jedem einzelnen der Abschied nochmal richtig schwer gemacht. Die große Abschieds-Show stand an. Doch zuvor haben wir noch unserem Zimmermann ( er war ja kein Mädchen) Garnett, aus Trinidad, Dean unserem Hilfskellner aus Jamaica und Maxson unserem Kellner aus Indien gedankt. Auch diese Menschen haben zu einem tollen Urlaub verholfen.

Ach ja und genauso abenteuerlich wie das Gepäck auf das Schiff kommt, geht es auch wieder runter... Alle Gapäckstücke mussten am Donnerstag Abend auf dem Flur stehen. Die wurden dann alle eingesammelt und irgendwo im inneren der Schiffes aufbewahrt. Am Hafen in New Jersey dann durchleuchtet und je nach Etikettenfarbe sortiert. Wir mussten solange auf dem Schiff warten bis unsere Farbe aufgerufen wurde dann noch schnell zur Passkontrolle, was bei mir wieder extra lang gedauert hat weil der Pass-Mensch noch wissen wollte wieso ich den Visum habe und ob es mir gefällt. Und dann haben wir das erste mal seit 2 Wochen wieder das nasse, kalte Amerikawetter erlebt. 
Die Heimfahrt verlief zum Glück ganz ruhig noch schnell den und abgeholt und alles war toll.
Um das ganze jetzt noch mal zusammenzufassen es war herrlich! 

Am Samstag hieß das große Tagesprojekt: " Besiege den Wäscheberg" dieser Haufen an Dreckwäsche war so groß wie Mount Washington und kaum zu bezwingen weil aus irgendeiner Ecke immer noch ein Koffer geholt wurde...

Am Sonntag bin ich mit den Jungs dann zum Strand gelaufen um ein bisschen auf den Steinen zu klettern und einfach nur zu spielen...





Auch ganz toll, die Amerikaner wollen besonders schlau sein und seit Samstag Strom sparen... also wurden hier einfach schonmal die Uhren umgestellt. Jetzt bin ich bis Ende März nur 5 Stunden von zu Hause weg.

So jetzt habt ihr erst mal wieder was zu lesen...

Mittwoch, 18. Februar 2009

Doch nicht so langweilig...

Ich musste wirklich kurz nachdenken, was ich denn mal spannendes schreiben kann... ich musste wirklich überlegen... aber dann fiel es mir wieder ein. Ich habe fliegende Dixie-Klos gesehen, war im Skiurlaub und habe eine gute Freundin nach fast einem halben Jahr endlich wieder gesehen...
Aber von vorn...

Ich musste vor zwei Wochen unbedingt mal raus hier und mal ein kleines bisschen Abstand von meiner Familie bekommen. Und zum Glück war die gute Franzi in Boston so nett um mir für einen Abend Unterschlupf zu gewähren. Ich war auch in keinster Weise böse, dass wir eher eine ruhige Zeit hatten. Wir waren im Kino und haben " The curious case of Benjamin Button" gesehen. Ich fand ihn richtig gut und vorallem ist es auch nicht schlecht Brad Pitt "jüngern" zu sehen. Danach gings zu Cabbots zum Dinner und dann auch schon nach Hause. Am nächsten morgen ging es in Franzis Kirche bunt zu, das Chinesische Neujahr wurde gefeiert. Ach war das ein Spaß. Danach ging es ans Dumplings machen... ich habe wirklich mit sämtliche Bewegungen versucht, die Teile so zu machen, wie die älteren, erfahreneren chinesischen Gemeindemitglieder aber leider hats nicht so richtig geklappt. Aber es war trotzdem total toll...
Hinterher musste ich Franzi anbetteln mit mir in die Mall zu fahren, wir haben ungelogen eine halbe Stunde nach einem Parkplatz gesucht, andere parkten so...

Wir haben lieber noch ein bisschen weiter gesucht...  (Ich hoffe ihr seht alle das Rad was einen guten halben Meter in der Luft hängt) Dann sind wir nur schnell reingehuscht und ich bin seit dem stolzer iPod Nano Besitzer... Und dann noch ein Käffchen im Auto und ein bisschen erzählt und schon war die Zeit vergangen und ich zu spät für meinen Zug. Die letzte T, die mich noch pünktlich nach Hause bringen hätte können ist vor meinen Augen weggefahren. Mir blieb nichts anderes übrig als meinen Gastvater anzurufen und ihm von der Verspätung zu berichten. Oh ich hatte Angst, aber nein! Er meinte nur das musste irgendwann passieren so oft wie ich schon zum Zug gerannt bin und ihn gerade noch erwischt habe.

Wieder zu Hause ging es dann auch gleich ans Koffer packen, denn unser Skitrip, diesmal nach New Hampshire, stand an... Dienstag bis Freitag. Diesmal aber nur Audra, die Kinder und ich. Allerdings machte uns Alexander am Montag fast einen Strich durch die Rechnung, er wurde mit fast 40 Fieber aus der Schule heimgeschickt. Ich hätte das arme Kind ja hingelegt und ausruhen lassen, aber ich bin ja auch kein Arzt und deswegen ging er seinen ganz normalen Montagsbeschäftigungen nach. Die Hinfahrt verlief größten Teil unproblematisch. Doch schon am nächsten Tag gings los. Alexander ging es etwas besser allerdings hat er nur gehustet... viel gehustet, wenig getrunken... Alexander übergibt sich und nicht nur auf den Fußboden, nein auch ins Bett. Ich hab den Geruch echt nicht ausgehalten und hab einfach die Cleaners eher gerufen... Am Mittwoch morgen bin ich erst ein bisschen mit Amanda spazieren gegangen und danach waren wir im kleinen Hotelpool baden
Ihr und Bert hats gefallen...


Auf der Heinfahrt am Freitag sind wir blöderweise genau zur Rush Hour in Boston eingetroffen und eins kann ich euch sagen Bostonier fahren wie die bekloppten, irgendwie scheinen die Blinker nicht zu funktionieren und so zieht einfach nur jeder vor einem rein... 
Aber mit 3 Stunden Verspätung sind wir dann zum Glück heil wieder zu Hause angekommen, ich möchte nicht unbedingt sagen gesund.

Am Samstag, Valentienstag, wurde mir mal wieder gezeigt wie man so richtig Übertreibt!
Nicht nur das Audra und Arthur sich gegenseitg mit Geschenken überhäuft haben, nein es wurde auch jedem Kind noch etwas geschenkt. Und die haben sich dann auch noch beschwert, ein Buch sei ja nicht genug. Ich hab mal wieder gedacht wie verzogen diese Kinder doch manchmal sein können und habe mich für mein Herzkissen mit Teddybär aufrichtig bei jedem bedankt. 

Und am Sonntag war es dann endlich so weit, es ging nach Boston... mal wieder. Und diesmal war die Nikola da.
Nikola und ich sind zusammen hierher geflogen und haben uns in Washington DC ein Zimmer geteilt, sie ist AuPair in Kalifornien und musste auch dringend mal raus. Also hat sie einen Freund in Providence besucht. Da es keine schöne Verbindung zwischen Plymouth und Providence gibt haben wir uns eben in Boston getroffen. Es war so schön sie nach so langer Zeit mal wieder zu sehen.



Ich glaube wir drei stehen auf diesem Bild gerade auf irgendeinem zugefrohrenen Teich im Boston Common. 

Seit Montag geht es bei uns zu Hause wieder rund, es muss mal wieder gepackt werden denn wir verabschieden uns am Sonntag für 2 Wochen auf Kreuzfahrt durch die Karibik. 
Mir war schon klar, dass man nicht den ganzen Tag nur mit Fip Flops und Bikini raumläuft aber der Dresscode ist schon ganz schön haarig. man unterscheidet auf so einer Kreuzfahrt nämlich in Casual, Smart Casual und Formal!
Ja richtig bei Casual denkt man doch, zeih an was du willst nicht so auf einem Schiff. Casual bedeutet Rock und Bluse, Hosenanzug oder Strandkleid für Frauen und für Männer Hemd und Hose und so steigert sich der ganze Spaß bis man beim formal Dinner Abendkleid und Smoking aus dem Gepäck zaubern darf. Na ich bin mal gespannt ob wir formal genug gedresst sein werden ansonsten dürfen wir nämlich nicht in den tollen Dining Room mit den Kellnern...

Also wie gesagt ich verabschiede mich jetzt erst mal und schreibe in 2 Wochen hoffentlich erholt und braungebrannt.

Freitag, 6. Februar 2009

DAS Ereignis des Jahres...

... war definitiv für alle Sportbegeisterten der Super Bowl am Sonntag Abend! Die Arizona Cardinals spielten gegen die Pittsburgh Steelers!

Dass meine Familie hier total Sport-verrückt ist habt ihr ja vielleicht schon mitbekommen aber normalerweise werden Spiele nicht angeguckt sondern meistens am nächsten Tag nur nachgelesen.
Nicht aber am Sonntag. Wir haben uns wie immer um 5 zum Abendbrot in der Küche eingefunden, diesmal gab es Nacho und Pizza... Super Bowl Food eben!
 Normalerweise ist hier um 7 Schlafenszeit, da das Spiel aber erst um 6.30 pm losging wurde mal eine Ausnahme gemacht... Nach Nationalhymne und allerlei anderem typisch amerikanischem Spaß gings los.
Ich bin wirklich schon sehr stolz auf mich, dass ich die Baseball-Regeln wenigstens ein ganz kleines bisschen beherrsche aber bei American Football war ich echt verloren. Ich habe mir dann zwar meine Fragen verkniffen, denn alle haben wie gebannt auf das Spielfeld im Fernsehen gestarrt.
Ach ja, zu unserem Fernseher muss man auch noch etwas sagen... während sich andere Footballverrückte Menschen große, tolle, neue, teure Plasma- und was-weiß-ich-nicht-Fernseher gekauft haben, haben wir in der Küche auf unserem TV geschaut
Hier ist unser kleines, weißes Prachtexemplar:
Diesmal war es aber nicht so, dass wir ein wirkliches Favoriten-Team hatten, die Newengland Patriots sind leider vorher ausgeschieden. Genau aus diesem Grund waren die Lager gespalten

           Alexander war für die Cardinals:
                                                            Bradley für die Steelers:
Als ich Football cakes gesehen habe, dachte ich auch erst... Hilfe! Aber die waren ganz lecker. Ich war ehrlich auch für die Cardinals... Im Football werden 4 Quarters zu je 15 min. gespielt. Aber wer denkt das so ein Super Bowl Spiel nach einer Stunde vorbei ist, der hat geirrt. Das dauert schonmal gute 2 bis 3 Stunden. Man darf weder die Webeunterbrechungen (die diesmal allerdings ganz lustig waren) und die Halbzeitshow nicht vergessen. Ehrlich gesagt habe ich von dem ganzen Hype um den Super Bowl nach dem "Nippelgate" von Justin Timberlake und Janet Jackson das erste mal etwas gehört. Audra meinte nur, dass nach diesem Skandal sehr darauf geachtet wird, welche Künstler auftreten. Dieses Jahr war Bruce Springsteen der Glückliche. Er hat sichtlich Spaß gehabt auf der Bühne, naja aber auch meine Gastvater meinte, dass eher ein etwas aktuellerer Künstler hätte performen sollen. Naja es gab bestimt auch genug Menschen in ganz Amerika die Springsteen mochten.
Ich bin zwar relativ zeitig ins Bett gegangen, ich hatte am Sonntag ganz schlimme Kopfschmerzen, weil das Wetter meinte sich eben mal von klirrender Kälte auf Frühlingstemperaturen zu ändern.
Ich konnte dann aber doch nicht ganz ohne Football... und habe im Bett noch den Rest des Spieles angeschaut. Es sah am Anfang wirklich so auf, als würden die Stellers haushoch gewinnen. Die Cardinals lagen im 3. Quarter noch 10 Punkte zurück aber wie Arthur es prophezeihte... die Cardinals kamen zurück und 2 Minuten vor Schluss stand es auf einmal 20 zu 23 für die Cardinals. Aber nach einem anderen Touch Down für die Steelers war die Sache auch gegessen und die Steelers haben den 43. Super Bowl 27 zu 23 gewonnen.

Wie gesagt ich habe immer noch keine Ahnung wer wann für was wie viele Punkte bekommt aber es war trotzdem mal ganz witzig so ein sportliches Großereignis Live im Fernsehen zu verfolgen!

Mittwoch, 28. Januar 2009

Nicht ganz wie im Film...

Mensch schon wieder 2 Wochen nichts geschrieben... aber es ist auch gar nicht so viel spannendes passiert!

Am Samstag habe ich mich das erste mal, seit ich hier bin, freiwillig und allein zum Cluster Meeting begeben. Wir haben uns alle am Frog Pond im Boston Common zum Schlittschuhlaufen getroffen. Raquel aus Brasilien und Matias aus Argentinien sind die anderen 2 Au Pairs hier in Massachusetts von meiner Agentur. Ich habe mich total gefreut um auch endlich mal wieder meine Weihnachtsgeschenke benutzen zu können. Da Matias und Raquel ja auch nicht gerade aus den kältesten Ländern kommen, haben die beiden mit dem ganzen Schnee und dem Eislaufen nicht so viel am Hut. Aber trotzdem hat sich jeder aufs Eis gewagt und auch keiner hat sich ernsthaft verletzt oder ist schlimm gefallen. Und so ganz nebenbei erfahre ich das Lina, ein chinesisches AuPair , jetzt auf Hawaii ist und quasi auf der Zielgeraden aufgehört hat ( sie wäre im Mai mit ihrem 2. Jahr fertig gewesen). Natürlich wollte ich, neugierig wie ich bin wollte ich natürlich schon wissen, wie es dazu kam und was ich dann erfahren habe war schon ganz schön schockierend. Lina war seit letztem Frühjahr verheiratet ( schnell in Las Vegas, natürlich wie sich das gehört), davon hat aber niemand etwas gewusst und nach mehreren Diskussionen mit ihrer Familie ist Lina dann ins Rematch gekommen aber anstatt nach einer neuen Familie zu suchen ist sie mit ihrem neuen! Freund nach Hawaii geflogen. Die ganzen  Details von wegen Heirat kamen erst hinterher raus. Jetzt befindet sie sich illegal in den USA und wird in große Schwierigkeiten kommen sobald sie irgendwo ihren Pass zeigen muss. Ums mal deutsch zu sagen... man muss schon ganz schön bescheuert sein um das hinzubekommen!





Weil mein Zug erst um acht gefahren ist hatte ich nach dem ganzen offiziellen Spaß mit Joy noch ein bisschen Zeit. Raquel hat mich dann einfach mitgenommen als sie sich mit ihren Freundinnen getroffen hat. Und siehe da, mitten in Boston lerne ich Tina aus Dresden kennen. Die Welt ist eben doch ganz klein. Also sind dann 2 Deutsche und 6 Brasilianerinnen noch ein bisschen durch Boston spaziert. Raquel und ich haben dann auch noch festgestellt das wir die Vorliebe für unsere super-Cluster-Meetings definitiv teilen.
Naja mal sehen wie lang Joy ihren Plan, die Meetings jeden dritten Sonntag im Monat zu veranstalten, durchzieht.

Auch der Briefkasten hielt in den letzten 2 Wochen ein paar Überraschungen für mich bereit. Erst einmal habe ich mein letztes Weihnachtspäckchen bekommen. Vielen Dank dafür! Letzten Dienstag musste unser wirklich toller Briefträger sogar bis an die Haustür kommen, sonst verlässt er ja sein kleines weißes Postauto nie... Er brauchte eine Unterschrift... denn die Berit bekam Post von der Regierung! Super... ich hab mir natürlich gleich wieder tausend Horror Szenarien beim aufreißen des Briefes in meinem Kopf ausgemalt aber es war nicht ganz so schlimm.  Mir wurde lediglich mitgeteilt, dass 4! Überraschungseier im November aus einem meiner Pakete entfernt wurden. Ich kann ja wirklich verstehen, dass diese Menschen vom Zoll die Schokolade lieber selber essen, ist ja auch wirklich die Beste, aber mir das dann erst 2 Monate später mitzuteilen find ich ein bisschen dreist. Jetzt will ich die auch nicht mehr zurück haben. Jett haben die Beamten halt was zum Spielen, Naschen und Überraschen lassen. Als ich den Jungs erzählt habe was passiert ist, sind die Gesichter lang geworden ( versteckter Tip an die Anna)

Am Dienstag war ich mit Sarah bei einem Basketball Game der Plymouth North High School. Auf dem Hinweg wurde mir jedoch schon berichtet, dass sie wahrscheinlich sowieso verlieren würden, denn seit diesem Jahr ist das Team wirklich schlecht. Das war mir alles eigentlich egal. Ich war total gespannt ob wirklich alles so ist, wie es in den Filmen immer gezeigt wird. Also die ganze Schule anwesend, alle jubelnd und was natürlich nicht fehlen darf überaus motivierende und tolle Cheerleader. Als wir die Turnhalle betraten sind wir erst mal mitten in die Nationalhymmne reingeplatzt. Und da ich mich hier ja in Amerika befinde drehten sich erst einmal alle zur Fahne, stehend mit Hand auf dem Herz. Bis dahin wurden meine Filmerwartungen a schonmal erfüllt. Als das Spiel dann anfing und es schon nach den ersten 5 Minuten 13 zu 3 stand  ( natürlich 3 für Plymouth) ließ ich mich von Sarah erst mal über Klatsch und Tratsch aufklären und dann war es endlich so weit, der große Auftritt der Cheerleader, die Kamera war gezückt und das kam dabei heraus:

Genau das haba ich auch gedacht. 5 gähnend langweilige Mädchen, die sich, meiner Meinung nach total geschämt haben und eher demotivierend wirkten. Hinterher wurde mir dann auch erklärt das an dieser Schule keiner ein Cheerleader sein will, weil das wäre dann laut Sarah " social suicide" und auf sozialen Selbstmord hat ja jetzt auch nicht jeder Lust. Ich war total entäuscht. Ist es in den filmen nicht immer so, dass die hübscheste von denen immer mit dem Quaterback aus dem Footballteam zusammen ist??? Ist eben doch nicht alles so wie im Film! Ist aber vielleicht auch besser so.  Wir sind dann 35 Sekunden vor Schluss gegangen, aber sie haben sowieso verloren...

Ist zwar jetzt auch schon wieder ein Stückchen her, aber einen Blog so ganz ohne historische Inauguration geht auch nicht. Es gibt da ja wirklich ein paar verrückte die sich in diese klirrende Kälte gestellt haben um Obama dann auf irgendwelchen Leinwänden gesehen zu haben. Ich gehörte nicht dazu. Aber ich wollte es wenigstens live im Fernsehen verfolgen, also habe ich Amanda schnell was zu essen gegeben und mich dann vor den Fernseher gekrümelt. Und viel gibt es dann auch nicht zu erzählen. Dann hat er geschworen und geredet. Die Rede fand ich wirklich gut. Wir haben dann noch kurz ein bisschen drüber erzählt und fanden es dann auch sehr übertrieben bei der derzeitigen wirtschaftlichen Lage 10! Bälle zu veranstalten auf denen der neue Präsident dann tanzen musste. Aber hier in Amerika...

Heute morgen hat es mal wieder geschneit. Ich weiß einfach nicht warum hier jeder wegen ein bisschen Schnee immer gleich durchdreht. Aber gut... Audra wollte heute früh von Arthur wissen ob die Schulen geschlossen sein. Nachdem dieser das verneinte hatten Alexander und Bradley aber schon beschlossen heute einfach mal nicht zu gehen. Ich glaube nicht das es so weit gekommen wäre, wenn Audra einfach mal in ihrem Schlafzimmer mit Arthur geredet hätte. Schweißperlen auf meiner Stirn... ich hatte wirklich keine Lust drei statt einem zu bespaßen. Bradley bekam dann auch ganz plötzlich "Kopfschmerzen" und Alexander natürlich auch und dann wurd auch noch das Fieberthermometer rausgeholt, es waren ja alle so krank! Und Bradley hatte wirklich anstatt 37 grad 37, 3 Grund zu ernsthafter Besorgnis! Ich konnte Bradley quasi innerlich triumphieren sehen... er war also zu krank um in die Schule zu gehen... er konnte sich auch ein kleines Lachen nicht verkneifen. Als ihm dann aber eröffnet wurde das kranke Kinder im Bett liegen und nicht spielen können war das mit dem Lachen auch wieder vorbei. Er hat aber trotzdem sienen Schlafanzug angezogen und ist in richtung Zimmer gestampft. Alexander musste gehen, er war ja nicht " krank". Gerade als ich Alexander ins Auto gebracht habe kommt Bradley aus der Küche, diesmal wieder normal angezogen. Er hat es sich anders überlegt und ist doch nicht zu krank um in die Schule zu gehen. Er will lieber draußen spielen.  Toll das ein 5-Jähriger entscheiden kann ob er in die Schule geht oder nicht... und nach diesem morgen bin ich mir sicher, dass das nicht die letzte Diskussion dieser Art gewesen sein wird. Aber wer weiß...



Montag, 12. Januar 2009

Clowns und andere lustige Geschöpfe...

Nachdem im Donnerstag im Eilverfahren das gesamte Haus "entdekoriert" wurde, waren alle bereit für Freitag... Alexanders großer Tag. Nach dem besonderem Frühstück zum 3. Geburtstag ( es gab mal wieder Pencakes, ich muss sagen ich werde ein immer besserer Pencake-Maker) sollte die Laune eigentlich am Überkochen sein, doch Bradley schien ein klein bisschen ein Problem mit dem Geburtstag seines Bruders gehabt zu haben. Er hat sich jedenfalls unmöglich benommen, diese Laune hat er leider auch nach der Schule noch nicht richtig abgelegt. Der eigentliche Plan für Alexanders Geburtstag war eigentlich ein Zoo-Besuch. Da es aber mal wieder richtig kalt war wurde dieser Plan gleich verworfen. Wir sind stattdessen nach Cohasset gefahren und haben uns ein Kindermuseum angesehen. Da Amanda und ich auf der Fahrt mal wieder ganz besonders müde waren durften wir noch ein bisschen im Auto schlafen während alle schon mal reingegangen sind. Es war wirklich niedlich. In der ersten Etage war mehr so etwas wie ein riesiges Spielzimmer und in der zweiten Etage ging es dann um die Umwelt und wie man sie schützen kann. Ich kam nur in diesen Raum und auf einmal stand ich genau vor einem riesigen Korallenriff-Nachbau. 
Nachdem wir dann noch essen waren hieß es für die Kinder "Ab ins Bett" und für mich und Audra, wie vor jeder großen Party " Auf die Plätze, Fertig, dekorieren"
Die Dinosaurier Party von Alexander stand ja am Samstag an. Und wie immer gab es allerlei Krams. Wir mussten neben Tisch decken und Goodie-Bags packen auch mal wieder dieses blöde Krepppapier im ganzen Raum verteilen. Ich hab dann noch schnell die ganzen Luftballons aufgeblasen, die Audra kann nämlich keine Knoten machen. Sie hat in der zwischenzeit allerlei Plüsch- und Plastikdinosaurier aus dem Playroom geholt. Auch eine Möglichkeit diesen ganzen Mist loszuwerden, einfach an andere verschenken. Hier mal ein paar Eindrücke:



Natürlich kam auch wie versprochen der Clown. Ich kann Clowns ja wirklich gar nicht leiden und irgendwie hat die kleinen Amanda auch diese Antipathie. Der Clown steht im Flur und sie fängt an zu brüllen. Pünktlich um 10 hat CJ der Clown dann auch angefangen die Gesichter der Kinder, die schon anwesend waren, zu bemalen. Die Mädels hatten dann Blumen und Herzen, die Jungs bekamen Roboter und Dinosaurier. Und dann gings los. CJ der Clown startete seine Show. Er musste zweimal anfangen denn Audra hat vergessen eine Kasette in die Videokamera zu stecken. Als wir dann das zweite mal alle wild für Alexander geklatscht haben gings dann los. Ich hab mich wirklich nicht gerade in die erste Reihe gestellt und auch versucht diesem ganzen "Spaß" so oft wie möglich zu entfliehen, in dem ich einfach allen immer die Jacken abgenommen habe. Als ich wieder ins Wohnzimmer kam stand er da bereits mit seiner Taube Sweetie in der Hand. Dann zauberte er auf einmal einen Chinchilla aus dem Hut. Und ein kleiner weißer Igel wurde aus der Backform geholt, der war aber noch Roh...
Und dann gings los... was ich noch weniger mag als einen Clown, ist ein Clown mit Reptilien. Ja er brachte seine Eidechse, die schon mal in irgendeinem Film mitgespielt hat, und seinen Leguan mit. Den Kindern hats gefallen, mir nicht! Ach aber viele Eltern haben gesagt das CJ ganz toll war...


Und dann hat er sich ganz schnell wegegzaubert und es war Zeit für Lunch. Es gab Maccaroni&Chesse, mein absolutes... naja ich sag das jetzt hier mal nicht. Aber Alexander hat die ganze Party gefallen und er war auch schon ganz aufgeregt denn nach dem Essen gabs dann endlich seinen Kuchen


Und für die Mathegenies unter euch... richtig es sind 4 Kerzen auf dem Kuchen... aber der Junge ist doch erst 3 geworden... Mhmmmmm die Kerze zu viel ist für Glück im neuen Lebensjahr. Arme Amanda bei ihr war nur eine Kerze auf dem Kuchen...

Ich muss das hier nochmal verdeutlichen. Das war nicht etwa ein kleiner Kindergeburtstag so mit Topfschlagen und allem. Alexander hatte sage und schreibe 20 Gäste. Nur Kinder und zu diesen 20 Kindern kam nochmal mindestens ein  Elternteil für jeden. Wir hatten das Haus voll. Ich finde das ja viel zu viel, ich mein da würde ja auch ne kleine Runde reichen. Aber in Amerika ist eben alles immer ein bisschen größer...

Am Nachmittag hab ich mich dann in mein Zimmer verzogen und gehofft das der Schneesturm der in der Nacht kommen sollte so schlimm wird das die Kirche ausfällt und ich mal wieder so richtig lange schlafen konnte. Aber leider hat das nicht ganz so geklappt. Und so hieß es dann am Sonntag mal wieder um neun raus. Das war wirklich meine erste Chance seit 3 Wochen mal wieder richtig lang zu schlafen... aber ich hab dann auch den Restsonntag schön in meinem Zimmer verbracht.

Letzten Dienstag ist es nachmittags im Haus auf einmal kalt geworden, also so richtig kalt. Der Trockner und der Herd ging nicht mehr. Die netten Herren Bauarbeiter haben nämlich einfach mal das Gas abgestellt, ohne vorher bescheid zu sagen. Und irgendwann lange nach dem Abendbrot kam ein netter Mann vorbei und hat alles wieder angestellt. Aber dann nach ca. 15 min hat es auf einmal angefangen ganz schlimm nach Gas zu riechen. Also musste der Mann nochmal wieder kommen. Das einzige was er gemacht hat, war mit einem kleinen Messgerät durch den Flur zu laufen und zu erklären das alles ganz normal sei. Na klar, das Haus ne halbe Gaskammer aber alles ist normal, wieso haben wir das eigentlich noch nicht vorher gerochen. Und nachdem Audra ihm genau das an den Kopf geworfen hat hat er dann doch ales nochmal überprüft. Es war irgendwie Luft in den Leitungen die erst raus musste...

So na dann werde ich mich jetzt mal wieder den wichtigen Dingen zuwenden und ein bisschen schlafen... 

Dienstag, 6. Januar 2009

Schlaflos in New York und Vermont

Oh toll es schneit...
Ich habe mich wirklich nur für eine klitzekleine Sekunde gefreut als im am Vormittag des 31. 12 aus dem Fenster gesehen habe. Es war aber leider nicht nur ein bisschen Schnee sondern ein großer, bößer, ausgewachsener Blizzard. Und genau dieser Blizzard hat fast mein gesamtes Silvester ruiniert. Es ging damit los, dass ich es fast nicht rechtzeitig zum Bahnhof nach Plymouth geschafft um den Zug nach Boston zu bekommen. Von da aus sollte es nämlich nach New York zur Penn Station, wo ich mich Franzi und Alex treffen wollte. Und in New York wollten wir dann den Jahreswechsel mit mehreren Tausend anderen Menschen am Times Square feiern. Nun ja so sollte es  werden...
Ich habe den Zug nach Boston bekommen und hatte dann wie vorgesehen noch genügend Zeit um meinen Bus nach New York zu bekommen. So gegen 1.45 pm stand ich in der Schlange, denn für 2.30 pm war die Abfahrt geplant. So gegen 2.15 pm wurde uns allen verkündet das wegen diesem Wetter der Bus wohl ca. 90 min später kommen wird. Also dass das alles bei dem Schneechaos nicht ganz pünktlich ablaufen würde habe ich mir ja gedacht aber als ich dann 4.45 pm immer noch an der South Station stand habe ich mich dann schon gefragt was hier los ist. Wir haben uns dann, nach fast drei Stunden Wartezeit, endlich gegen 5.30 pm in Bewegung gesetzt. Oh ja und dann hieß es erst einmal schlafen, denn für so was war in unserer aufregenden Silvesternacht keine Zeit eingeplant. Dank der wunderbaren Erfindung des Mobiltelefons wusste ich dann auch das es mit dem Jahreswechsel am Times Square feiern wohl nichts wird. Es waren zu viele Menschen, wir waren dank mir auch leider viel zu spät und Rucksäcke und andere Taschen mochten die dort auch nicht.
Franzi und Alex haben, während ich mich immer noch auf dem Weg nach New York befand, versucht mehrere andere Möglichkeiten zu finden doch noch irgendwas von der Großstadt-Silvester-Atmosphäre mitzubekommen und so ging es für die beiden unter anderem auch noch zum Rockefeller Center. Aber da war leider auch nichts los.
Um 10.30 pm war ich dann endlich das, fast vier Stunden später als geplant! Nachdem wir uns dann auch irgendwie in dem ganzen Gewühl gefunden haben ging es dann letztendlich nach Greenwich Village, anstatt uns in der klirrenden Kälte am Times Square den Popo abzufrieren ging es lieber in eine Bar, jedenfalls wollten wir in unsrem Bergesteiger-Schneesturm-Outfit versuche irgendwo reinzukommen

                                             
Diese Bilder zeigen ganz gut wie viel man anhaben musste um nicht zu erfrieren, 3 Lagen waren minimum...
Wie haben uns dann in der Bar "Jeckyll&Hyde" ganz nah am Kamin niedergelassen. Oh Ja da wars schon lustig und das lustigste war keiner hat sich auch nur in irgendeiner Weise für unser Alter oder unsere ID interessiert und so kam was kommen musste, wir wurden lustiger und lustiger....
Als es dann langsam auf Mitternacht zuging wurden Pappkrönchen, Luftschlangen und allerlei Tröten ausgeteilt... Und dann war es so weit... 5,4,3,2,1....HAPPY NEW YEAR alle lagen sich in den Armen und haben sich gefreut und auch wir haben stilecht, mitten in New York angestoßen. Wir können auch mit stolz behaupten live geshen zu haben wie der Globe langsam am Haus 1 des Times Square gefallen ist... das war dann auch genau der Zeitpunkt an dem wir mehr als froh waren schön im warmen zu sein, ach ja es war letztlich die vollkommen richtige Entscheidung. Der Weg zur Toilette wurde mir mit " Hinter dem sechsten Bücherregal links, einfach immer an der Wand entlang drücken"... Na klar ich dachte wirklich der hält mich für total bekloppt aber es war leider so... Ein Gang rechts und links Bücherregal und das sechste stellte sich als Tür heraus... Sachen gibts
Hier mal ein paar Eindrücke was man mit lustigen Papierschlangen alles anstellen kann

                                 

Bis ca. 2 Uhr haben wir uns dort die Zeit vertrieben, aber bis zum angesetzten Frühstück das von um 4 auf um 5 verlegt wurde, hieß es noch ein bisschen Zeit zu killen...
Nach mehreren Runden Subway fahren sind wir dann an der Grand Central Station ausgestiegen... ach das sah wirklich genauso aus wie in dem Film Madagascar... wir sind also gaaaaaaaanz lang gelaufen aber irrgendwie kamen einfach nicht diese Super tollen und teuren Läden. Am Empire State Building haben wir dann festgestellt, das wir wahrscheinlich doch ein bisschen zu weit vorn angefangen haben. Das Frühstück fiel etwas Mager aus... Kalte Apfeltaschen, kalter Kaffe und wabbelige Pfannkuchen wir waren nicht glücklich und so hieß es erst einmal schlafen




So richtig hat eigentlich nur die Franzi geschlafen, ich hab inzwischen die Alex wachgehalten, was so ein Kaffee doch manchmal für eine Wirkung bei mir hat...
Als dann die Franzi wieder wach war und auch ihre Beine wieder aufgewacht sind sind wir wieder mit der Subway ans südlichste Ende Manhattans gefahren um die Fähre nach Staten Island zu nehmen. Ich kann wirklich jedem empfehlen nach einer schlaflosen Nacht früh um halb acht die Fähre zu nehmen, es war herrlich
aber sehts euch selbst an...





Diesmal hat die Alex alles verschlafen, naja also immerhin die komplette hinfahrt und weil wir alle die Fähre verlassen mussten waren wir auch mal kurz auf Staten Island, allerdings nur um direkt wieder zurück zu fahren, und das tollste alles kostenlos!
Dann gings zum Neujahrsgottesdienst in die Kirche, oh ich kann euch sagen die Fahrt in der Subway war so lang, und es war so warm da drinnen und wir hatten einen Sitzplatz und so hat es uns diesmal allen dreien die Äuglein zugezogen...




Oh ja aber wir haben alles rechtzeitig gefunden... aber ich kann euch sagen, es haben viel Menschen, sehr lange gesprochen und so wurden meine Augenlider schwerer und schwerer und dann wurde ich von der Alex sachte angestupst, ja ja da war ich dann an der Reihe mit dem klizuekleinen Nickerchen. Es stellte sich hinterher sogar heraus das auf uns wetten abgeschlossen wurden, 5 $ wer zuerst einschläft...
Laut Plan sollte dann ein besuch des Empire State Buildings anstehen... tolles Wetter, blauer Himmel und eine Schlange länger als das Haus hoch war... naja macht ja nichts spontan wie wir sind ging es dann eben auf den Times Square, ah ja und das war auch nicht ganz schlecht




Natürlich haben sich Franzi und ich auch die Originale 2009-Brille gekauft... Das ist schon mal wieder ein kleines Anzeichen unserer beginnenden Amerika-Macke.
Leider hieß es danach dann auch schon Abschied nehmen. Die Alex ist wieder nach Hause nach Mischigan geflogen und Franzi und ich mussten uns noch kurz ins kalte stellen und dann ging es auch schon in den warmen Bus und ins Reich der Träume...
Endlich wieder in Boston hieß es für mich noch eine Stunde auf den Zug warten und noch eine Stunde heimfahren... Mein Gastvater war mehr als erleichtert mich wieder zu sehen. Wer jetzt denkt, dann konnte sie ja Freitag ausschlafen... FALSCH GEDACHT denn der Berg rief... aber der Wecker klingelte zur Abwechslung mal ne Stunde später, erst halb acht...
Auf nach Vermont, verständlicherweise habe ich die letzten drei Stunden komplett verschlafen. Anfangs hatten wir den Hund noch mit im Auto den wir bei Audras Mum abliefern mussten aber danach hatte ich Beinfreiheit und süße Träume...
In Ludlow angekommen hieß es erst einmal Ski ausleihen und dann Apartment inspizieren. Es war nicht ganz schlecht, wir hatten zum Glück genug Platz für alle. Ich kam in den Genuss auf dem Ausziehsofa zu schlafen, nur leider hielten sämtliche Federn, die sich in meinen Rücken bohrten und eine Lüftung die sich exakt alle 15 min wieder neu einschaltete vom schlafen ab. Den Samstag verbracht ich mit Amanda allein im Motel, ein kleiner Spaziergang das wars dann auch schon mit der Aktivität... also nur um die Beweisfotos zu machen
Oh das war schon sehr kalt dort. Da wir am Sonntag schon um 11 das Zimmer verlassen mussten hieß es für mich uns Amanda diesmal, ab auf den Berg. Wir saßen den ganzen Tag fein artig in der Berghütte und haben allen beim Ski fahren zugeguckt. Ich bin ja sowieso kein Skifahrer oder so etwas, aber seit letztem Wochenende will ich es zumindest irgendwann einmal probieren. Ich war wirklich nicht böse als wir uns dann Sonntag Nachmittag wieder auf den Heimweg gemacht haben. Endlich wieder in meinem schönen großen Bett schlafen.

Am Freitag ist Alexanders Geburtstag und diesmal gibts eine Dinosaurier Party. Und was mein Herz gleich noch ein bisschen schneller schlagen lässte... es kommt ein Clown... oh das wird ein Freudentag, wo ich die doch so liebe... Naja mal sehen welche Luftballontiere der so zaubern kann...
Also bis dann...